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Studie: Händeschütteln länger als 3 Sekunden löst Angst aus und schadet Beziehungen

Ein Händeschütteln, das länger als drei Sekunden dauert, kann laut einer neuen Studie von Forschern der University of Dundee Angst auslösen, Geschäftsmeetings belasten und langfristig Beziehungen beeinträchtigen.

Masterstudierende der School of Social Sciences befragten 36 Teilnehmer zu ihrer Arbeit und Karriereperspektiven. Anschließend stellten sie diese einem zweiten Forscher vor, der entweder ein "normales" Händeschütteln (unter drei Sekunden), ein längeres (über drei Sekunden) oder gar keines anbot.

Den Teilnehmern war die Bedeutung des Händedrucks während der Studie nicht bewusst. Ihre Reaktionen wurden detailliert analysiert.

Dr. Emese Nagy, Psychologin an der University of Dundee und Leiterin der Studie (die bereits 2011 Umarmungen erforschte), betont: "Die Ergebnisse zeigen, wie entscheidend eine angemessene Begrüßung ist."

Sie ergänzt: "Der Händedruck ist eine zentrale Begrüßungsform mit weitreichenden Auswirkungen auf unsere Beziehungen. Viele soziale Gesten, wie Umarmungen, dauern etwa drei Sekunden – und diese Studie bestätigt, dass Händedrücke in diesem Rahmen natürlicher wirken."

"Ein längeres Händeschütteln mag herzlich erscheinen, beeinflusst jedoch das Verhalten des Gegenübers negativ – und das hält auch nach dem Kontakt an."

"Politiker nutzen oft lange Händedrücke, um Wärme oder Autorität zu demonstrieren (siehe das Video unten für einen besonders unangenehmen Austausch). Unsere Daten deuten jedoch darauf hin, dass dies die Qualität beruflicher und privater Beziehungen von Anfang an gefährdet – mit potenziell millionenschweren Folgen."

Teilnehmer reagierten auf lange Händedrücke mit weniger Freude, weniger Lachen und zunehmender Angst. Kurze Händedrücke (unter drei Sekunden) fühlten sich natürlicher an, lösten aber weniger Lächeln aus. Ohne Händedruck gab es keine Verhaltensänderungen.

Die Ergebnisse sind im Journal of Perception and Motor Skills veröffentlicht.