Vor rund 60 Jahren entdeckten Forscher, dass Busfahrer doppelt so häufig Herzinfarkte erlitten wie ihre Kollegen, die Schaffner. Der entscheidende Unterschied: Während die Fahrer den ganzen Tag saßen, waren die Begleiter ständig in Bewegung.
Heute sitzen Erwachsene in Großbritannien durchschnittlich sieben oder mehr Stunden täglich – eine Tendenz, die mit zunehmendem Alter zunimmt. Als renommierte Experten für Bewegungsmedizin bestätigen wir: Langes Sitzen fördert einen inaktiven Lebensstil und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz und Diabetes Typ 2 erheblich.
Es entsteht ein Teufelskreis: Kollagen in Sehnen und Bändern verhärtet sich bei mangelnder Gelenkbewegung, Rumpfmuskulatur schwächt sich ab. Folge: Weniger Flexibilität, höheres Verletzungsrisiko bei Bücken oder Heben. Knochen werden poröser, Blut staut in den Beinen – was Krampfadern oder gar tiefe Venenthrombosen (gefährliche Gerinnsel) begünstigt.
Die gute Nachricht aus einer Meta-Analyse von 2016 mit über einer Million Probanden: 60 bis 75 Minuten moderate tägliche Aktivität gleichen die Risiken eines Schreibtischjobs vollständig aus. Praktische Tipps: Stehen Sie in Meetings, gehen Sie beim Telefonieren – so reduzieren Sie Sitzzeiten effektiv.