Als Elternteil kennen Sie das: unzählige Tipps zur Verbesserung der Schlafenszeit und des Schlafs für Sie und Ihr Kind. Hier teilen wir wissenschaftlich fundierte und praxisnahe Empfehlungen. Jede Familie ist einzigartig – testen Sie, was zu Ihnen passt.
1. Achten Sie auf die Ernährung
Viele Lebensmittel wie warme Milch oder Sauerkirschen werden als schlaffördernd gelobt. Sie enthalten natürliche Substanzen wie Melatonin, das "Dunkelheitshormon", welches den Körper auf Schlaf vorbereitet.
Ob sie spürbar wirken, ist wissenschaftlich umstritten. Wichtiger: Vermeiden Sie Koffein! Es stört den Schlaf lange nach dem Konsum. Auch in Cola und Schokolade enthalten, eignen sie sich abends nicht für Kinder.
2. Bleiben Sie kühl
Die Körpertemperatur sinkt natürlich vor dem Einschlafen – eine kühle Umgebung unterstützt das. Ein warmes Bad davor widerspricht dem nicht: Es erweitert die Blutgefäße, kühle Luft senkt danach die Temperatur und fördert Wärmeabgabe.
3. Dimmen Sie das Licht
Im Dunkeln produziert der Körper Melatonin, das Einschlaf-Signal. Helles Licht blockiert das. Dimmen Sie Lichter, schließen Sie Vorhänge und vermeiden Sie Geräte mit Display.
4. Nutzen Sie Verhaltensregeln
Stärken Sie positives Verhalten: Belohnen Sie mit einer Aufkleberkarte Nachten im Bett. Ignorieren Sie unwillkommenes Aufstehen – keine Spiele oder Aufmerksamkeit.

5. Seien Sie pünktlich wie eine Uhr
Der Körper folgt inneren Rhythmen: Temperatur, Melatonin und Wachheit schwanken tageszeitlich. Feste Schlaf- und Aufwachzeiten helfen, sich optimal vorzubereiten.
6. Früh ins Bett gehen
Kinder 3–5 Jahre brauchen 10–13 Stunden Schlaf, 6–13 Jahre 9–11 Stunden. Frühes Zubettgehen sichert das, da Weckzeiten oft fix sind. Studien bestätigen: Früher Bettzeit bedeutet mehr Schlaf.
7. …Aber nicht zu früh!
Gehen Sie nur müde ins Bett – sonst assoziiert der Körper Bettruhe mit Stress. Beobachten Sie Signale: Kinder wirken oft überdreht, wenn erschöpft. Testen Sie eine Woche, passen Sie an. Schlafbedarf ändert sich mit dem Alter.
8. Keine Elektronik
Viele Kinderzimmer enthalten Tablets oder Smartphones mit blauem Licht, das Melatonin blockiert. Auch Nachtmodus regt auf. Schalten Sie aus – Stunden vorher – und bannen Sie aus dem Zimmer.
Lesen Sie Ihre Fragen und Antworten zum Thema Schlaf:
- Was passiert in meinem Körper, wenn ich nicht genug Schlaf bekomme?
- Hängt unsere Schlafposition mit unserer Persönlichkeit zusammen?
- Ich wache jeden Morgen um 4 Uhr morgens auf und kann nicht wieder einschlafen. Was kann ich tun, um wieder einzuschlafen?
9. Machen Sie Schlaf positiv
Zubettgehen sollte Freude machen. Vermeiden Sie: "Ins Bett als Strafe" oder "Aufbleiben als Belohnung". Das macht Schlaf negativ. Verwechseln Sie es auch nicht mit Tod ("ruhen" oder "schlafen").
10. Genießen Sie das Schlafzimmer
Frische Laken und gute Luftqualität verbessern den Schlaf. Vermeiden Sie Stress: Klare Regeln vorab, Konsequenz und Ruhe wahren. Keine erhobene Stimme, auch bei Herausforderungen – senken Sie Cortisol-Spiegel.