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Kommentar: Pandemie und Tod – Wie COVID-19 uns zwingt, Technologie für Trauer neu zu nutzen

Als mein Vater Anfang 2016 starb, begann eine Phase intensiver Verluste. Es war typisch für das Alter: In den folgenden drei Jahren verlor ich alle verbliebenen Angehörigen seiner Generation und der darüber.

Ende 2019, nach einigen ruhigen Monaten ohne Besuche in Bestattungshäusern, hörte ich auf, mit jeder Nachricht den philosophischen Tiefpunkt zu erwarten. Ich hatte die letzte Phase der Trauer erreicht und fand Frieden darin.

Dann kam COVID-19 mit unfassbaren Verlusten. Obwohl ich bisher verschont blieb, bin ich hier in New York City von der Realität der Massenopfer umgeben.

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Ich kenne die Isolation des Todes in normalen Zeiten. Doch wie wirkt sie sich in einer Ära massenhafter Verluste aus? Die physische Distanz ist grausam – wird der persönliche Schmerz gar von den täglichen Statistiken überdeckt?

Valerie Cole, Leiterin des Integrierten Kondolenzpflegeprogramms beim US-amerikanischen Roten Kreuz, teilt ihre Expertise: Ihr Team aus psychisch ausgebildeten Freiwilligen ist bei Katastrophen immer vor Ort. Sie betont, dass das Wissen, nicht allein zu sein, Trost spendet.

Kommentar: Pandemie und Tod – Wie COVID-19 uns zwingt, Technologie für Trauer neu zu nutzen

Wir verarbeiten Chaos gemeinsam. Doch wie, wenn physische Nähe fehlt?

Das Internet bietet Videokonferenzen. Viele Trauermomente sind visuell – eine Kamera lässt uns teilhaben, schweigend beieinander sein.

David Kessler von grief.com beobachtet den Wandel: Von Geistlichen in leeren Räumen bis zu Zoom-Beerdigungen, bei denen Trauernde einander sehen und hören.

David moderiert Online-Selbsthilfegruppen; Valeries Team berät remote durch Massenverluste und leitet Betroffene mit klaren Schritten weiter – ohne Umarmung, aber mit Orientierung.

Als Freunde und Familie: Bleiben Sie präsent – in zwei Wochen, einem Monat, drei Monaten. Teilen Sie Geschichten, sitzen Sie virtuell in Stille oder Tränen.

Im kommenden Jahr testen wir Technologie für Unerwartetes. Diese Improvisationen zeigen uns, was im Leben zählt – und wie wir trotz Tod weitermachen.