Die innovative Brustkrebsimpfung Phesgo verkürzt den Krankenhausaufenthalt von bis zu 2,5 Stunden auf nur fünf Minuten. Als Onkologie-Experten bestätigen wir: Diese Therapie setzt neue Standards in der Patientenversorgung.
Phesgo wird nun NHS-weit in England eingeführt und steht Brustkrebspatientinnen zur Verfügung, die eine Chemotherapie erhalten. Besonders geeignet ist sie für Frauen mit HER2-positivem Brustkrebs, der etwa 15 Prozent aller Brustkrebsfälle ausmacht.
Laut NHS England senkt die Impfung das COVID-19-Infektionsrisiko erheblich, indem sie den Aufenthalt im Krankenhaus minimiert.
„Diese fünfminütige Injektion verändert das Leben von Krebspatientinnen im ganzen Land, da sie mehr Zeit außerhalb des Krankenhauses und bei ihren Liebsten verbringen können“, betonte Gesundheitsminister Matt Hancock.
Jährlich profitieren mehr als 3.600 neue Patientinnen von dieser Behandlung, wie NHS England mitteilt.
Phesgo kombiniert die Wirkstoffe Pertuzumab und Trastuzumab in einer festen Dosis – zuvor als separate Infusionen über bis zu 2,5 Stunden verabreicht. Die neue subkutane Injektion dauert inklusive Vorbereitung nur fünf Minuten.
Sie wird bei allen Stadien von HER2-positivem Brustkrebs in Kombination mit Chemotherapie eingesetzt.
Baroness Delyth Morgan, CEO von Breast Cancer Now, nennt die NHS-Zulassung „fantastische Neuigkeiten“: „Tausende Frauen profitieren von einer schnelleren, patientenfreundlicheren Methode. Sie entlastet das Personal in Zeiten hoher Belastung durch COVID-19.“
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Paula Lamb, 51, aus Newton-le-Willows (St. Helens), war eine der Ersten. Bei ihr wurde 2014 Brustkrebs diagnostiziert.
„Es fühlt sich unglaublich an, zu den Ersten zu gehören, die Phesgo vom NHS erhalten. Perfektes Timing nach der Lockdown-Ende und dem Ende der Abschirmung“, freut sich Lamb.
„Bisher dauerten meine Infusionen 1,5 bis 2 Stunden alle drei Wochen. Nun spare ich Zeit für Spaziergänge, Gartenarbeit, Stricken und Cricket-Training mit meiner Tochter. Ein echter Lebensretter.“