Wetter – eine Naturgewalt, veröffentlicht am 4. November, präsentiert die besten Bilder aus den ersten fünf Jahren des renommierten Wettbewerbs Weather Photographer of the Year der Royal Meteorological Society.
Dieses Buch versammelt unvergessliche Aufnahmen dramatischer Wetterereignisse aus aller Welt – hier zeigen wir ausgewählte Highlights.
Die Fotos fangen beeindruckende Wetterphänomene ein und erklären ihre Ursachen sowie Auswirkungen auf die Umwelt. Eine Jury aus Meteorologen, Fotografen und Bildexperten wählte sie nach Kriterien wie technischer Brillanz und meteorologischem Verständnis aus.
Themen reichen vom Klimawandel über extreme Bedingungen, Ozeane und Pole bis hin zu den Folgen für das Leben. Die Royal Meteorological Society, führende Fachgesellschaft für Wetter und Klima, unterstützt Wissenschaftler, Praktiker und Enthusiasten weltweit.
Rollendes Regal vor dem Sturm

Eine beeindruckende Arcuswolke rollt über die kroatische Küste bei Mali Lošinj. Solche Wolken bilden sich an der Böenfront von Gewittern: Kühle Regensluft strömt aus dem Sturm heraus. Besonders markante Exemplare entstehen, wenn einzelne Zellen zu großen Gewitterlinien fusionieren. Die kalte Luftmasse treibt die Stürme voran und kann starke Windböen verursachen.
Berggewitter

Rosafarbene Blitze erleuchten bei einem nächtlichen Gewitter die Berge nahe dem Appenzellerland, Schweiz. Fotograf Robert berichtet: „Aufgenommen von meiner Terrasse aus. Hohe Blitzfrequenz erlaubte kurze Belichtungszeiten. Das Umgebungslicht in den Wolken und der rosa Schimmer kontrastieren wunderschön mit dem Grün der Landschaft.“
Malerei im Himmel

Komplexe Blitzkanäle über dem Eastbourne Pier an Englands Südküste. Donner entsteht durch rasche Expansion der erhitzten Luft um den Blitzkanal – Stoßwellen werden zu hörbaren Schallwellen. Nahe Blitze klingen explosiv, ferne grollend. Schall aus verschiedenen Kanalteilen erreicht uns versetzt, was das typische Rumpeln erzeugt. Hörbar bis 16–24 km, abhängig von Bedingungen.
Ein rosa Staubsturm

Am 9. Juli 2018 fegte ein Haboob durch Arizona, USA – einer der größten je aufgezeichnet, bis 11 km hoch und 320 km lang. Bei Yuma bildete die Front eine sonnenbeschienene Wand. Die Schelfwolke über der Staubmauer unterstreicht den Gewitterursprung.
Wasserhose-Party

Mehrere Wasserhosen tanzen unter einer Sturmlinie über der Adria bei Mali Lošinj, Kroatien. Als Tornados über Wasser entstehen sie häufig im Herbst über dem Mittelmeer durch Kaltluft über warmem Wasser. Die lineare Anordnung deutet auf eine Konvergenzzone hin, wo Windscherungen rotierende Aufwinde verstärken.
Mammatus-Autobahn

Mammatuswolken am Rand eines schweren Gewitters im Texas Panhandle fangen das Abendlicht ein. Sie signalisieren keine Tornados, sondern oft Turbulenzen und Blitze – typisch für reife Cumulonimbuswolken.
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Nach dem Feuer

Unheimliche Szene nach Waldbränden in Baschkortostan, Russland. Extremwetter durch Klimawandel begünstigt Brände, die CO₂ freisetzen und Photosynthese behindern – ein Teufelskreis der Erwärmung.
Eine schwimmende Stadt

Rikscha in monsunüberfluteten Straßen Kalkuttas. Monsunvariationen verursachen Dürren oder Überschwemmungen. Cyclone Amphan 2020 brachte 240 mm Regen und katastrophale Fluten.
Sturzfluten in der Wüste

Salar de Uyuni, Bolivien: Größte Salzwüste der Welt. Seltene Starkregen (Januar) erzeugen Spiegelfluten auf der Kruste – trotz <200 mm/Jahr.
Zähne aus Eis

Eisformationen am Michigansee, Wisconsin. Kälte gefriert Gischt; Wassers Wärmekapazität verzögert Vereisung.
Eisfestung

Raureif und Schnee im Erzgebirge: 120 cm Neuschnee bei -10 °C und Wind. Berggipfel ansammeln dicke Schichten; Fichtelberg neblig an 315 Tagen 1951.
Doppelt sehen

Doppel-Regenbogen in Calanais, Schottland: Primär- und Sekundärbogen durch Lichtbrechung. Alexanders dunkles Band dazwischen. Erstmals 200 n. Chr. beschrieben.