Etwa 35 Prozent aller gefällten Bäume werden für die Papierproduktion genutzt – das sind jährlich 160.000 km² Waldfläche. Bäume sind jedoch eine nachwachsende Ressource, und nur neun Prozent der für Papier verwendeten Bäume stammen aus alten Wäldern. Recyclingpapier verringert die Nachfrage nach Frischholz und damit den Bedarf an Neupflanzungen. Zudem spart das Recycling 40 Prozent Energie im Vergleich zur Herstellung aus neuem Zellstoff. Moderne Jungpapiermühlen erzeugen ihre Energie meist aus der Verbrennung von Altholz, während Recyclinganlagen oft auf Strom aus fossilen Brennstoffen angewiesen sind. Hier punktet die Frischfaserproduktion.
Für das Recycling sprechen hingegen die geringeren Schadstoffemissionen: Jungpapiermühlen setzen giftige Stoffe wie Toluol, Methanol und Formaldehyd ein. Ein Bericht der US-Umweltschutzbehörde (EPA) stuft Papierfabriken als eine der umweltbelastendsten Industrien in den USA ein. Recycling verursacht 35 Prozent weniger Wasserverschmutzung und 74 Prozent weniger Luftverschmutzung. Pro Tonne recycelte Zeitung werden 3 m³ Deponie eingespart – und Papier auf Deponien erzeugt Methan, ein starkes Treibhausgas. Fazit: Trotz einiger Nachteile ist Papierrcycling insgesamt umweltfreundlicher als die Produktion aus Frischzellstoff.