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Die allererste Sprache: Ursprünge der menschlichen Kommunikation

Weltweit werden derzeit etwa 6.000 Sprachen gesprochen. Linguisten nutzen statistische Methoden, um die Mutationsrate von Wörtern und Dialekten zu analysieren. Daraus ergibt sich, dass es mindestens 100.000 Jahre gedauert hätte, bis sich aus einer einzigen Sprache diese Vielfalt entwickelt hat. Das datiert in die Mitte der Steinzeit, zur Entstehung von Homo sapiens. Frühere Arten wie Homo heidelbergensis (vor 600.000 Jahren) oder Homo habilis (vor 2,3 Millionen Jahren) könnten ebenfalls Sprache besessen haben, doch die Belege dafür sind schwach.

Falls Sprache vor der Auswanderung der Menschen aus Afrika vor 120.000 bis 150.000 Jahren entstand, könnten alle modernen Sprachen von einer einzigen Proto-Sprache abstammen – ähnlich wie wir alle eine gemeinsame mütterliche Vorfahrin teilen. Dennoch wissen wir nicht, ob ältere Sprachen existierten und später ausstarben.

Zahlreiche Forschungsansätze rekonstruieren den Sprachstammbaum und suchen nach urtümlichen Vokabeln. 1994 schlug die Stanford-Linguistin Merritt Ruhlen Wurzelwörter wie „ku“ („wer“) und „ma“ („was“) als Relikte einer Ursprache vor. Diese Hypothese bleibt jedoch kontrovers; viele Experten sehen die Jagd nach der „ersten“ Sprache als fruchtlos an.