Wir alle kennen das Bild: Kleinkinder stecken ihre Finger in die Nase, fischen nach Popeln und essen sie prompt. Als Erwachsene würden wir das natürlich nie tun – oder doch, wenn niemand hinsieht, etwa bei ausgeschalteter Webcam in einem Videocall?
Der medizinische Fachbegriff für das Essen von Nasenpopeln lautet Mukophagie. Wird es zur obsessiven Gewohnheit, spricht man von Rhinotillexomanie. Doch ist dieses Verhalten harmlos? Nasenpopel bestehen aus Schleim, Härchen und Partikeln wie Bakterien, Viren oder Schmutz.
Befürworter verweisen auf die Hygiene-Hypothese: Früher Kontakt mit Keimen könnte das Immunsystem stärken. Allerdings fehlen hierzu solide Studien – wer lässt sich schon freiwillig zu einer Untersuchung über Popelessen überreden?
Zusammenfassend: Es ist riskant. Mit Bakterien oder Viren belastete Hände können beim Nasebohren Infektionen verursachen. Und ohne Händewaschen verbreiten Sie Keime weiter.
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Beim nächsten Mal greifen Sie lieber zum Taschentuch – das Risiko überwiegt.