- Hauskatzen töten zwei- bis zehnmal mehr Wildtiere als wilde Raubtiere ähnlicher Größe.
- Die Katzen jagen hauptsächlich in einem Radius von 100 m um ihr Zuhause – ein hochkonzentrierter Effekt auf die lokale Tierwelt.
- Forscher analysierten GPS-Daten von 925 Hauskatzen und fragten Besitzer nach mitgebrachten Beutetieren.
Neue Forschung zeigt: Hauskatzen machen in ihrem Revier deutlich mehr Beute als vergleichbare wilde Raubtiere. Eine Studie unter Leitung der North Carolina State University und des North Carolina Museum of Natural Sciences offenbart den alarmierenden Einfluss freilaufender Haustiere auf Vögel und Kleinsäuger.
Die Wissenschaftler aus sechs Ländern sammelten Daten zu Bewegungen und Jagderfolgen. Hauptautor Roland Kays, Experte für Wildtierökologie, erklärt: „Obwohl gefütterte Hauskatzen täglich weniger jagen als Wildtiere, ist ihr Aktionsraum so klein, dass der Druck auf lokale Populationen extrem hoch ist. In manchen Gebieten verstärkt die hohe Katzen-Dichte diesen Effekt – Hauskatzen haben einen zwei- bis zehnmal größeren Einfluss als wilde Raubtiere.“
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GPS-Tracker zeichneten die Wege von Katzen aus USA, Großbritannien, Australien und Neuseeland auf, die tagsüber drinnen und draußen unterwegs waren. Prof. Kays betont: „Wir wussten, dass Katzen in Nordamerika jährlich Milliarden Tiere töten – nun verstehen wir den Raum und den Vergleich zur Wildnis.“
In der Fachzeitschrift Animal Conservation publiziert, ergab die Analyse: Hauskatzen töten im Schnitt 14,2 bis 38,9 Beutetiere pro 100 Acres (ca. 40 Hektar) und Jahr. Besonders betroffen sind gestörte Habitate wie Siedlungen. Co-Autor Rob Dunn, Professor für Angewandte Ökologie an der NC State: „Wir freuen uns an Biodiversität, doch freilaufende Katzen erschweren das ungewollt.“