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Lambda-Variante (C.37): Aktuelle Fakten zur COVID-19-Stamm aus Peru – Lage in Großbritannien und weltweit

Der neueste Bericht der britischen Regierung zu Falldaten vom 26. November 2021 bestätigt: In der vergangenen Woche gab es im Vereinigten Königreich keine neuen Fälle der Lambda-Variante.

Diese Variante, auch C.37 genannt, wurde erstmals im August 2020 in Peru entdeckt. Auch dort wurden im letzten Monat keine neuen Infektionen registriert.

Laut der GISAID-Datenbank sind weltweit Fälle der Lambda-Variante rückläufig. In den letzten vier Wochen meldeten sich nur neun neue Fälle: drei in Chile und sechs in Argentinien.

Die WHO und internationale Experten überwachen den Stamm weiterhin engmaschig und behalten ihn als „Variante von Interesse“ auf der Liste.

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Forscher der NYU Grossman School of Medicine haben die Wirksamkeit von mRNA-Impfstoffen wie Pfizer und Moderna gegen Lambda getestet. Ihren vorläufigen Ergebnissen zufolge führt eine „partielle Neutralisationsresistenz“ zu keinem signifikanten Verlust des Infektionsschutzes bei Geimpften.

Die Analyse der Spike-Proteine der SARS-CoV-2-Lambda-Variante ergab jedoch eine zweifache Erhöhung der Infektiosität, verursacht durch die L452Q-Mutation.

Lambda-Variante (C.37): Aktuelle Fakten zur COVID-19-Stamm aus Peru – Lage in Großbritannien und weltweit

Am 15. Juni 2021 stufte die WHO Lambda als globale „Variante von Interesse“ ein. Sie weist Mutationen auf, die die Übertragbarkeit und Schweregrad beeinflussen könnten, und wurde in mehreren Ländern nachgewiesen.

Dr. Maria Van Kerkhove, WHO-Technikleiterin für COVID-19, erklärte: Die Organisation prüft, ob Lambda zu einer „besorgniserregenden Variante“ hochgestuft werden muss – etwa bei erhöhter Übertragbarkeit oder Virulenz.

Eine Einstufung als „Variant of Concern“ erfolgt nur bei Nachweis von erhöhter Übertragbarkeit, veränderter Epidemiologie, gesteigerter Virulenz, neuen Symptomen oder reduzierter Wirksamkeit von Tests, Therapien und Impfungen.

Wie viele Lambda-Fälle gab es im Vereinigten Königreich?

Bis 26. November 2021 wurden im UK acht Fälle der C.37-Variante bestätigt – die meisten reisebezogen. In den letzten vier Wochen keine Meldungen.

„Es gibt derzeit nur begrenzte Beweise für diese Variante“, sagte Dr. Alicia Demirjian, COVID Incident Director bei Public Health England (PHE), gegenüber BBC Science Focus. „PHE untersucht mit Partnern die Auswirkungen der Mutationen. Wir beobachten betroffene Länder und führen gezielte Tests durch.“

Ein PHE-Bericht zeigt: Delta bleibt dominant mit 67.070 neuen Fällen in der Woche bis 17. November 2021.

Schützen Impfstoffe vor der Lambda-Variante?

Ein Preprint der NYU-Forscher bestätigt die Wirksamkeit von mRNA-Impfstoffen (Pfizer, Moderna) gegen Lambda. Diese Spritzen lassen Zellen Spike-Proteine produzieren und triggern eine Immunantwort.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass aktuelle Impfstoffe weiterhin schützen. Ein weiterer Preprint warnt jedoch vor reduzierter Neutralisation durch CoronaVac-Antikörper (in Asien verwendet).

Weitere Studien sind notwendig, um die Wirksamkeit zu validieren.

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Ist die Lambda-Variante übertragbarer?

Ob Lambda ansteckender ist, ist unklar. Mutationen wie T859N (aus Iota-Variante) und L452Q (ähnlich Delta/Epsilon) könnten Übertragbarkeit oder Antikörper-Resistenz steigern.

Die Forschung steht noch am Anfang – robuste Studien sind erforderlich.

Symptome der Lambda-Variante

Keine Hinweise auf abweichende Symptome im Vergleich zu anderen Stämmen. NHS-Hauptsymptome von COVID-19:

  • Hohe Temperatur – Sie fühlen sich heiß auf Brust oder Rücken
  • Neuer, anhaltender Husten – mehrmals stündlich oder >3 Anfälle/24h
  • Verlust/Veränderung von Geruch/Geschmack

Die meisten Betroffenen zeigen mindestens ein Symptom.

Andere besorgniserregende Varianten im UK

Viren mutieren ständig; selten schädlicher. PHE stuft vier Stämme als „besorgniserregend“ ein (u.a. Delta, Alpha) und überwacht 15 Varianten (Stand 26.11.2021).