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9 faszinierende Wirkungen von Musik auf Tiere: Erkenntnisse aus der Wissenschaft

Ob Tiere Musik mögen, ist umstritten. Studien zeigen jedoch, dass Musik das Verhalten und die Physiologie verschiedener Tierarten beeinflusst. Zoömusikologie untersucht diese Effekte – im Gegensatz zum Studium der Musik von Tieren. Hier sind neun ungewöhnliche Wirkungen, gestützt auf seriöse Forschung.

Mücken hören weniger Dubstep: Weniger Futteraufnahme und Paarung

9 faszinierende Wirkungen von Musik auf Tiere: Erkenntnisse aus der Wissenschaft

Eine Studie testete weibliche Aedes aegypti-Mücken (Gelbfiebermücken, Überträger von Dengue- und Zika) mit Skrillex' „Scary Monsters and Nice Sprites“. Die Mücken landeten seltener auf Wirten, griffen später an und paarten sich weniger.

Männchen erkennen Weibchen am Flügelsummen und synchronisieren es im Balzritual. Dubstep störte diesen Prozess. Forscher sehen Potenzial für natürlichen Schutz.

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Katzen bevorzugen Musik, die für sie komponiert wurde

Eine Studie der University of Wisconsin-Madison (2015) zeigte: Katzen ignorieren menschliche Musik, reagieren aber positiv auf katzenspezifische Kompositionen. Hauptautor Charles Snowdon: „Wir passen Tonhöhe und Tempo an Katzen an.“

Bei Stücken basierend auf Schnurren und Säugelauslösern schnurrten Katzen, rannten zum Lautsprecher und rieben sich daran – im Gegensatz zu Klassik. Ähnlich bei Musik für Baumwolltamarine.

Sprechende Papageien halten besser den Takt

Harvard-Forscher (2009) analysierten YouTube-Videos tanzender Tiere. Stimmimitierer wie Papageien (14 Arten) hielten den Rhythmus am besten. Leitende Wissenschaftlerin Adena Schachner: „Gehirnmechanismen für Imitation und Tanz könnten evolutionär verbunden sein.“

Auch Säugetiere halten den Takt

Neben Papageien zeigen Schimpansen, Bonobos und der Seelöwe Ronan diese Fähigkeit. Ronan passte sich variablen Tempi von Earth, Wind & Fires „Boogie Wonderland“ an. Physik gekoppelter Oszillatoren erklärt dies – ähnlich wie beim Menschen.

Kühe geben mehr Milch bei langsamer Musik

University of Leicester (2001): 1.000 Kühe hörten langsame (<100 BPM, z. B. R.E.M. „Everybody Hurts“, Beethoven) vs. schnelle Musik (>120 BPM). Langsame Musik entspannte: +3 % Milchleistung, +0,73 Liter/Tag.

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Haie wirken bedrohlicher mit dramatischer Musik

Scripps Institution (UC San Diego): Ominöse Musik wie in „Jaws“ machte Haie in Videos furchteinflößender. Ohne oder mit fröhlicher Musik wirkten sie sympathischer. Andrew Nosal warnt: Soundtracks beeinflussen Erhaltungsbemühungen in Dokumentationen.

Krokodile reagieren wie Dinosaurier auf Klassik

9 faszinierende Wirkungen von Musik auf Tiere: Erkenntnisse aus der Wissenschaft

Ruhr-Universität Bochum (2018): Krokodilgehirne reagierten in fMRI auf komplexe Klänge wie Vögel/Säugetiere. Als "lebende Fossilien" geben sie Einblicke in die Nervenentwicklung seit Dinosaurierzeiten – trotz logistischer Herausforderungen.

Musik fördert risikoreiches Verhalten bei Ratten

Kanadische Studie (2016): Ratten vermieden normalerweise Risiken um Futter. Musik und Lichter erhöhten Glücksspiel-Tendenzen. Dopaminblocker stoppten dies – Parallelen zu menschlichen Casinos.

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Zwingerhunde entspannen sich bei Soft Rock und Reggae

University of Glasgow (2016): Hunde in Tierheimen waren entspannter mit Musik. Soft Rock und Reggae senkten Stress (höhere Herzfrequenzvariabilität). Alternative: Hörbücher für Hunde.