Unter normalen Umständen ist es nicht vorteilhaft, wie ein Haufen Vogelkot auszusehen – doch für die Vogelkotspinne Celaenia excavata ist diese evolutionäre Strategie ein echter Lebensretter.
Diese mittelgroße Spinne, die in Australien und Neuseeland heimisch ist, besitzt einen klobigen, dreieckigen Körper, der mit braunen, schwarzen und weißen Flecken überzogen ist. Tagsüber ruht sie, faltet die Beine eng an den Körper und wirkt für alle Welt wie frischer Vogelkot. Diese Tarnung ist so überzeugend, dass Vögel sie als potenzielle Nahrung übersehen und die Spinne dreist auf Blattoberflächen oder Zweigen posieren kann.
Nach Sonnenuntergang wendet die Vogelkotspinne ihre Mimikry-Fähigkeiten jedoch an, um Beute zu machen. Sie hängt kopfüber an einem Seidenfaden von einem Ast, streckt die Vorderbeine aus und gibt ein chemisches Signal frei, das dem Sexualpheromon weiblicher Rasen-Heerwurmmotten nachempfunden ist – perfekt, um Männchen anzulocken.
Unglückliche Männchen, die auf der Suche nach einer Partnerin sind, fliegen auf den Duft zu und landen direkt in der Falle: Die Spinne packt sie, frisst sie oder wickelt sie in Seide ein, um sie für später aufzubewahren.
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