Unser Planet beherbergt eine atemberaubende Vielfalt an Lebensformen. Unterschiedliche Umwelten formen Lebewesen zu faszinierenden Anpassungen – von den dunklen Tiefen der Ozeane bis zu trockenen Wüsten.
Völlige Dunkelheit, hoher Druck und eisige Temperaturen haben zu einzigartigen Evolutionen geführt. Wissenschaftler schätzen, dass Hunderttausende bis über zehn Millionen neue Arten in den Ozeantiefen warten. Entdecken Sie mit uns 17 der seltsamsten Kreaturen der Welt!
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Geisterhai

Im Februar 2022 entdeckten Wissenschaftler vor Neuseelands Südküste einen frisch geschlüpften Baby-Geisterhai, der durch sein Aussehen viral ging. Chimären genannt, sind diese Tiefseebewohner rar und wenig erforscht – ihre Jungen wurden erst 2002 erstmals gesichtet.
Sie leben in 122–2.011 m Tiefe bei nahezu gefrierenden Temperaturen. Ihre toten Augen und flügelartigen Flossen verleihen ihnen den gruseligen Namen.
Geisterhaie sind keine echten Haie, sondern Knorpelfische. Knorpel widersteht dem Tiefendruck besser als Knochen. Wie Haie legen sie Eikapseln (Meerjungfrauen-Geldbörsen) ab, in denen Embryonen vom Eigelb leben.
"Dieser Jungfisch hat einen vollen Eigelb-Bauch – eine seltene Sichtung. Meist kennen wir nur adulte Exemplare", erklärt Dr. Brit Finucci vom NIWA-Team.
Mit einem einziehbaren, penisähnlichen Kopfan hängsel wollen Forscher mehr über Populationen lernen.
Penisschlange

Diese phallisch geformte Kreatur ist keine Schlange, sondern ein Caecilian – eine beinlose Amphibie. Bekannt als "Manakonda" oder Atretochoana eiselti.
Kaum bekannt: Nur zwei Exemplare seit dem 19. Jahrhundert, wiederentdeckt 2011. Zweitgrößter lunge- loser Tetrapod (bis 81 cm), atmet durch die Haut, Lebensspanne 5–10 Jahre.
Aquatisch im Amazonas, schwaches Sehvermögen, aber starker Geruchssinn – ideal für trübes Wasser.
Seeschwein

Das Scotoplanes globosa, ein rundes, rosa Seeschweinchen, gehört zu den bizarrsten Meeresbewohnern. Bis 15 cm lang, weltweit in Tiefen.
Bei Walkadavern versammeln sich Hunderte, schaufeln mit Tentakeln Futter. Wie Staubsauger in Abyssal-Ebenen pumpen sie Wasser für Auftrieb – an der Oberfläche kollabieren sie.
Giftige Haut schützt; Baby-Königskrabben reiten darauf, sicher vor Feinden.
Rosa Feen-Gürteltier

Kleinste Gürteltierart (13 cm), sandschwimmend in Südamerika. Rosa Schale durch Blut zur Kühlung in Hitze.
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Großer Potoo

Meister der Tarnung in tropischem Amerika: Ahmt Baumstümpfe nach, sieht durch geschlossene Lider. Nachtaktiv, wartet reglos auf Beute.
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Ameisenigel

Eierlegendes Säugetier mit vierköpfigem Penis (1/3 Körperlänge). Wie Schnabeltier.
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Sternnasenmaulwurf

25.000 Rezeptoren auf Sternnase spüren Vibrationen, Elektrofelder, riecht unter Wasser. Schnellster Esser.
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Pacu

Fisch mit menschlichen Zähnen knackt Nüsse im Amazonas – und angeblich Hoden. Allesfresser.
Tarsier

Größte Augen relativ zur Körpergröße, dreht Kopf 180°. Fleischfressender Primat, 55 Mio. Jahre alt.
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Vogelkotspinne

Tagtags Kot-Mimikry, nachts Pheromon lockt Motten.
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Distelflaumameise

Flauschige Wespe tarnt sich als Frucht oder reflektiert Wüstenhitze.
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Rotlippiger Fledermausfisch

Galapagos-Endemit watschelt mit Flossenbeinen, rote Lippen locken Partner?
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Pazifischer Barreleye-Fisch

Durchsichtiger Kopf, barrelförmige Augen sehen nach oben durch Schädel.
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Japanische Seespinne

Größtes Krustentier: 3,7 m Spannweite, beginnt als Plankton.
Fangschreckenkrebse

Schnellster Schlag (23 m/s, 100-fach Gewicht), älter als Dinosaurier.
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Nacktmull

Bis 32 Jahre, krebsresistent – Modell für Humanmedizin.
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Sarkastischer Fransenkopf

Öffnet Maul wie Demogorgon zum Küssen-Angriff.
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