- SETI-Wissenschaftler entwickeln hochmoderne Techniken zur Erkennung von "Technosignaturen" in Planetenatmosphären.
- Nutzen von Daten des Very Large Array (VLA)-Teleskops in Mexiko.
- Breakthrough Listen Initiative veröffentlicht zwei Petabyte Daten und lädt die Öffentlichkeit zur Suche nach Signalen ein.
SETI-Experten vorantreiben die Jagd nach außerirdischem Leben mit innovativen Methoden. Als führende Organisation in der Suche nach außerirdischer Intelligenz entwickelt das SETI-Institut fortschrittliche Techniken, um Signale aus dem All zu identifizieren, die auf außerirdische Zivilisationen hindeuten.
Diese "Technosignaturen" umfassen chemische Zusammensetzungen in Planetenatmosphären, Laseremissionen oder künstliche Strukturen um Sterne, wie die Spezialisten erläutern.
Dr. Tony Beasley, Direktor des National Radio Astronomy Observatory (NRAO) in Virginia, USA, betont: "Zu bestimmen, ob wir als technologisch fähiges Leben allein im Universum sind, gehört zu den zwingendsten Fragen der Wissenschaft."
SETI plant ein System, das auf dem Very Large Array (VLA)-Teleskop in Mexiko "Huckepack" aufsetzt und bestehende Daten für die Technosignatur-Suche nutzt.
Dr. Beasley ergänzt: "Da das VLA seine regulären Beobachtungen durchführt, ermöglicht dieses System eine zusätzliche, wertvolle Auswertung der gesammelten Daten."
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Außerirdische Lebensformen – intelligent oder nicht – hinterlassen nachweisbare Spuren wie hohe Sauerstoffmengen, geringe Methankonzentrationen und diverse Chemikalien, erklären die Experten.
Zusätzlich simulieren Wissenschaftler mit Computermodellen fremde Umwelten, um bewohnbare Exoplaneten besser zu erkennen.
Victoria Meadows, leitende Forscherin am Virtual Planetary Laboratory der NASA an der University of Washington, sagt: "Zukünftige Teleskope werden Atmosphären erdgroßer Planeten um kühle Sterne analysieren. Es ist entscheidend, Bewohnbarkeit und Leben sicher zu identifizieren. Diese Modelle helfen, die Wahrscheinlichkeit von Leben auf beobachteten Welten einzuschätzen."
Die Breakthrough Listen Initiative von SETI, gestartet 2015, hat nun fast zwei Petabyte Daten aus der umfassendsten Radioemission-Untersuchung der Milchstraßen-Ebene und des zentralen Schwarzen Lochs freigegeben.
Die Öffentlichkeit ist eingeladen, diese weltweit gesammelten Daten auf Signale intelligenter Zivilisationen zu prüfen.
Yuri Milner, Gründer der Breakthrough-Initiativen, erklärt: "Früher spekulierten wir mangels Daten. Heute ermöglichen umfangreiche Datensätze echte Wissenschaft – zugänglich für alle, die diese fundamentale Frage beantworten wollen."
Die Initiativen wurden auf der AAAS-Jahrestagung in Seattle präsentiert.