Die Planeten von Merkur bis Saturn sind mit bloßem Auge sichtbar und seit der Antike bekannt. Die alten Griechen gaben ihnen ihre Namen, die wir bis heute – oder in römischen Varianten – übernommen haben.
Uranus lässt sich ebenfalls teleskoplos erkennen, bewegt sich jedoch so langsam am Himmel, dass er jahrhundertelang für einen Stern galt. William Herschel entdeckte 1781 seine wahre Natur als Planeten. Zunächst wollte er ihn nach König Georg III. „Georgium Sidus“ nennen – ein Vorschlag, der außerhalb Großbritanniens auf Ablehnung stiess. Die Astronomen entschieden sich stattdessen für Uranus, den griechischen Himmelsgott, um die mythologische Tradition zu wahren.
Heute regelt die Internationale Astronomische Union (IAU) die Namensgebung. Nicht alle folgen dem griechisch-römischen Schema: Zwergplaneten wie Haumea und Makemake ehren polynesische Gottheiten.
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