Als die Apollo-11-Mission am 24. Juli 1969 insgesamt 22 kg Mondgestein zur Erde brachte, analysierte das Lunar Sample Preliminary Examination Team der NASA die Proben umgehend. Dieses 15-köpfige Expertenteam unter der Leitung des renommierten Geochemikers Stuart Ross Taylor – bestehend aus führenden Geologen, Physikern und Mikrobiologen – führte eine detaillierte visuelle Inspektion durch. Die entscheidende Untersuchung lieferte jedoch die Massenspektroskopie.
Hierbei wurden Gesteinsproben mit einem elektrischen Lichtbogen verdampft, das entstehende Licht geprüft und nach charakteristischen chemischen "Fingerabdrücken" gesucht – spezifischen Wellenlängen, die von Elementen emittiert werden. Zur Vergleichszwecken lagen eine breite Palette erdtypischer Gesteine vor.

Die Analysen starteten am 26. Juli, und bereits Anfang August lag ein vorläufiger Bericht vor: Die Mondproben wiesen hohe Konzentrationen hitzebeständiger Elemente wie Titan, Yttrium und Zirkonium auf, hingegen geringe Mengen flüchtiger Stoffe wie Natrium, Kalium, Blei, Nickel und Kobalt.
Schon früh zeichnete sich ab, dass ein intensiver Erhitzungsprozess Elemente mit Schmelzpunkten unter etwa 1.500 °C entfernt hatte.
Obwohl der Bericht zunächst eine Doppelplanetentheorie favorisierte, legte er den Grundstein für die Hypothese des gigantischen Einschlags, die in den folgenden Jahrzehnten dominieren sollte.
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