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Foto 51: Rosalind Franklins bahnbrechende Entdeckung der DNA-Struktur

Rosalind Franklins Schlüssel-Experimente mit Röntgenkristallographie an DNA-Proben mit unterschiedlichen Wassergehalten lieferten wegweisende Ergebnisse. Das ikonische „Foto 51“ aus Mai 1952 offenbarte entscheidende Details zur DNA-Struktur.

Je häufiger sich ein strukturelles Merkmal wiederholt, desto intensiver wird der Film von gebeugten Röntgenstrahlen getroffen – und desto dunkler erscheint der Fleck auf dem Bild.

Die großen dunklen Flecken oben und unten symbolisieren die DNA-Basenpaare, während die X-förmigen Muster eine helikale Struktur andeuten. Die Arme des Kreuzes verdeutlichen die Symmetrieebenen einer seitlich betrachteten Helix – den „Zick“ und „Zack“ ihrer Windungen.

Foto 51: Rosalind Franklins bahnbrechende Entdeckung der DNA-Struktur

Auf jedem Arm des Kreuzes zählen wir 10 Punkte bis zum großen schwarzen Fleck oben – das entspricht 10 Basen pro Helixwindung. Der fehlende vierte Fleck von der Mitte aus deutet auf eine leichte Versetzung der beiden DNA-Stränge hin.

Anfang 1953 analysierte Franklin Foto 51 intensiv. Ihre detaillierten Notizbücher zeigen, dass sie alle wesentlichen Daten gesammelt hatte und mit der Zeit hätte zu denselben Erkenntnissen gelangen können wie James Watson und Francis Crick.

Foto 51: Rosalind Franklins bahnbrechende Entdeckung der DNA-Struktur

Franklins Pionierarbeit wurde 2015 im hochgelobten Theaterstück Photograph 51 von Anna Ziegler gewürdigt, mit Nicole Kidman in der preisgekrönten Hauptrolle der unterschätzten Chemikerin.

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