Zwei schuhkarton-große Supercomputer-Satelliten, in Großbritannien entwickelt, überwachen Schiffsbewegungen aus der erdnahen Umlaufbahn. Ihr Start ist für den 28. September geplant.
Die Nanosatelliten, finanziert von der britischen Weltraumagentur (UK Space Agency) mit über 6 Millionen Pfund, stoßen zu mehr als 100 anderen Satelliten und stärken den globalen Seehandel.
Jedes Gerät aus der Produktion von Spire Global UK in Glasgow integriert einen Supercomputer mit maschinellem Lernen. Die UK Space Agency betont: Diese Technologie ermöglicht "hypergenaue Vorhersagen" zu Bootsstandorten.
Die Satelliten prognostizieren Ankunftszeiten in Häfen und unterstützen Hafenbetreiber sowie Behörden bei der sicheren Verwaltung belebter Docks.
Der Start erfolgt um 12:20 Uhr GMT mit einer Sojus-Rakete vom Kosmodrom Plesetsk in Russland.
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„Satelliten werden immer kleiner und ehrgeiziger“, erklärt Amanda Solloway MP, britische Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Innovation. „Ein Satellit von der Größe eines Schuhkartons klingt wie Spielzeug, doch diese Nanosatelliten revolutionieren die Erdbeobachtung – mit der Leistung und Intelligenz konventioneller Satelliten.“
„Die Regierung positioniert das Vereinigte Königreich an der Spitze dieser Revolution. Unsere Unterstützung für die Spire-Nanosatelliten trägt dazu bei.“
Ingenieure von Spire Global UK haben die Satelliten im Glasgower Hauptsitz konstruiert, gebaut und getestet. Sie entstammen dem ESA-Pioneer-Programm, kofinanziert von der UK Space Agency.
Zusätzlich fördert die Regierung den Ausbau britischer Raumhäfen, sodass bald erstmals Satelliten vom heimischen Boden starten können.