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ESA genehmigt Ariel-Mission: Weltraumteleskop untersucht Atmosphären von 1.000 Exoplaneten ab 2029

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat der Ariel-Mission grünes Licht gegeben. Dieses innovative Weltraumteleskop wird die Atmosphären von Exoplaneten – Planeten jenseits unseres Sonnensystems – präzise analysieren.

Ariel erforscht die chemischen Verbindungen zwischen Exoplaneten und ihrer Umgebung, indem es etwa 1.000 bekannte Exoplaneten kartiert. Wissenschaftler erhalten so ein klares Bild von Zusammensetzung, Entstehung und Entwicklung dieser fernen Welten.

Das Atmospheric Remote-sensing Infrared Exoplanet Large-survey (Ariel) hat 2020 einen rigorosen Prüfprozess bestanden und soll 2029 starten.

Finanziert von der UK Space Agency (UKSA), übernehmen britische Spitzeninstitute wie UCL, Cardiff University und University of Oxford die Führung. Sie liefern Expertise, entscheidende Hardware und Software sowie maßgebliche Ziele.

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RAL Space, das Technology Department und das UK Astronomy Technology Centre des Science and Technology Facilities Council (STFC) leisten zudem wesentliche Beiträge.

Im Orbit teilt Ariel Daten rasch mit der Öffentlichkeit und lädt Weltraumfans sowie Nachwuchsastronomen ein, bei Zielauswahl und Sterncharakterisierung mitzuwirken.

Die bordseitigen Spektrographen analysieren gefiltertes Sternenlicht, das durch Exoplanetenatmosphären tritt, und enthüllen chemische Signaturen von Gasen. Zudem verfeinern die Instrumente Temperaturschätzungen.

Ariel erkennt Inhaltsstoffe wie Wasserdampf, Kohlendioxid und Methan. Für ausgewählte Planeten untersucht es Wolkenstrukturen sowie saisonale und tägliche Schwankungen.

„Wir sind die erste Generation, die Planeten um andere Sterne untersuchen kann“, betont Professorin Giovanna Tinetti, Ariel-Hauptforscherin an der UCL. „Ariel nutzt diese Chance, um Natur und Geschichte Hunderter Welten in unserer Galaxie zu enthüllen. Nun starten wir die Umsetzung.“

Seit den ersten Exoplaneten-Entdeckungen in den 1990er Jahren sind 4.374 Welten in 3.234 Systemen bestätigt.

Die Mission fokussiert Planeten ohne irdisches Leben – von extrem heißen bis gemäßigten, gasförmigen bis felsigen, nah am Stern oder mit variierenden Massen ab mehreren Erdmassen.