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Träume und Gedächtnis: Die wissenschaftliche Kraft des Schlafs

Haben Sie bemerkt, dass Träume oft vertraute Erinnerungen aufgreifen? Viele Forscher sehen darin einen Hinweis auf die nächtliche Erinnerungswiedergabe, die essenziell für die Gedächtniskonsolidierung ist. Nur Bruchstücke – die Spitze des Eisbergs – durchdringen das Bewusstsein und formen unsere Träume.

Dafür sprechen Studien wie die von Dr. Erin Wamsley, außergewöhnlicher Professorin Bob Stickgold und ihrem Team an der Harvard Medical School. Sie zeigten: Studierende, die von einem Labyrinthspiel träumten, das sie tagsüber lernten, verbesserten sich signifikant mehr als diejenigen, die schliefen, aber nicht träumten.

Träume zeigen meist nur Fragmente: ein Gesicht, ein Ort, ein Bild. Vollständige Szenarien sind rar. Das könnte daran liegen, dass nur Teile der Erinnerung bewusst werden – oder dass Schlafphasen Verknüpfungen behindern. Kohärenteste Träume entstehen früh in der Nacht im Nicht-REM-Schlaf, wie bei den Harvard-Studierenden. Spätere REM-Träume sind fragmentierter.

Ein Grund: Cortisol steigt nachts an. Im frühen Morgen-REM-Schlaf stört hohes Cortisol die Verbindung zwischen Neocortex (speichert Fragmente) und Hippocampus (bindet zu vollen Erinnerungen). So werden unsere Morgenträume oft bizarr.