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Neurotrophin-3: Protein stimuliert Neuronenwachstum und lindert Angst – Studie von UC Davis-Forschern

Ein Team US-amerikanischer Forscher hat ein Protein namens Neurotrophin-3 identifiziert, das das Wachstum neuer Neuronen im Gehirn fördert und Angstzustände signifikant reduzieren kann. Das Molekül regt in der dorsalen Amygdala – einem Schlüsselbereich für emotionale Reaktionen – Neuronen zum Wachsen und Vernetzen an. Erhöhte Neurotrophin-3-Spiegel führten zu einer klaren Abnahme angstbedingten Verhaltens.

In einer Studie mit jungen Rhesusaffen, die eine "Dispositionsangst" zeigten – also eine Neigung zu übermäßiger Ängstlichkeit und Wahrnehmung von Bedrohungen –, konnte das Team Neurotrophin-3 als zentrales Molekül mit diesem Verhalten verknüpfen. Die Erhöhung der Proteinspiegel in der dorsalen Amygdala minderte die Angstsymptome bei den Primaten nachweislich.

"Neurotrophin-3 ist das erste Molekül, das wir bei einem nichtmenschlichen Primaten in einem kausalen Zusammenhang mit Angst nachgewiesen haben", erklärt Andrew Fox, Co-Autor der Studie und Assistenzprofessor am Institut für Psychologie der University of California, Davis. "Es könnte eines von vielen – vielleicht Hunderten oder Tausenden – Molekülen sein, die diesen Effekt haben."

In Großbritannien leiden schätzungsweise 3 Millionen Menschen an Angststörungen, und mehr als jeder Zehnte wird im Laufe seines Lebens eine solche Erkrankung entwickeln, die den Alltag stark beeinträchtigt.

"Diese Störungen zählen zu den häufigsten Ursachen für Behinderungen und Ausfalltage", betont Fox.

Aktuell stehen Betroffenen Therapien, Medikamente und Selbsthilfestrategien zur Verfügung, um Angst zu managen – doch es fehlen zuverlässige Methoden für eine vollständige Heilung.