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Studie: Coronavirus drang mindestens 1.356 Mal nach Großbritannien ein – Cog-UK-Analyse

Experten des COVID-19 Genomics UK (Cog-UK)-Konsortiums haben den genetischen Code des Virus analysiert und Daten zu internationalen Reisen sowie globalen Infektionszahlen ausgewertet. Ihre vorläufige Studie zeigt: Zu Beginn der britischen Epidemie, deren Höhepunkt Mitte März 2020 lag, gelangte SARS-CoV-2 mindestens 1.356 Mal ins Land – eine konservative Schätzung.

Es handelte sich nicht um einen einzelnen 'Patient Null', sondern um zahlreiche separate Einführungen, vor allem durch internationale Reisende. Rund ein Drittel der Fälle stammte geschätzt aus Spanien.

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Bis Anfang März empfing Großbritannien wöchentlich etwa 1,75 Millionen Einreisende, Ende Februar sogar 10 Prozent mehr aufgrund der Schulferien. 80 % der frühesten Fälle traten zwischen 28. Februar und 29. März auf.

Die Regierung riet am 17. März von unnötigen Auslandsreisen ab und forderte am 23. März britische Reisende zur Rückkehr auf. Seit Montag dieser Woche gilt für Ankommende eine 14-tägige Isolation – sonst droht in England eine Strafe bis zu 1.000 £.

Studie: Coronavirus drang mindestens 1.356 Mal nach Großbritannien ein – Cog-UK-Analyse

Die Einführungsrate kulminierte Mitte März, als Reisen noch hoch waren und viele Infektionen im Ausland kursierten. Der Lockdown ab 23. März kam laut Professor Neil Ferguson vom Imperial College London zu spät – eine frühere Maßnahme hätte Tausende Leben retten können.

Spanien (34 %) und Frankreich (29 %) waren die häufigsten Herkunftsländer, gefolgt von Italien (14 %), Belgien (6 %) und Niederlanden (5 %). Täglich flogen Mitte März 20.000 Menschen aus Spanien ein, was Fußballspiele als Überträger unwahrscheinlich macht.

Fälle aus China machten nur 0,08 % aus. Ab April sank die Zahl der Importe rapide.