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GSK und Vir Biotechnology: Antikörper-Therapie Vir-7831 gegen COVID-19 startet Phase-III-Studie

Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) und Vir Biotechnology haben den Fortschritt ihrer innovativen COVID-19-Therapie bekanntgegeben: Die Studie geht nun in die dritte klinische Phase über. In dieser Phase wird die Sicherheit und Wirksamkeit der Behandlung per intravenöser Infusion bei hochriskanten Patienten gründlich untersucht.

Die COMET-ICE-Studie (COVID-19 Monoclonal Antibody Efficacy Trial – Intent to Care Early) testet den monoklonalen Antikörper Vir-7831 für die frühe ambulante Behandlung von COVID-19-Patienten mit hohem Hospitalisierungsrisiko.

Antikörper sind körpereigene Proteine, die bei Infektionen gebildet werden. Impfstoffe simulieren eine Infektion, um diese Abwehrproduktion anzuregen – doch es dauert Wochen, bis eine robuste COVID-19-Immunität entsteht.

Vir-7831 (auch GSK4182136 genannt) ist ein vollständig humaner monoklonaler Antikörper, der SARS-CoV-2 effektiv neutralisiert. Experten schätzen, dass er infizierte Zellen eliminiert, eine hohe Resistenzbarriere aufweist und sich besonders gut in der Lunge anreichert.

Nach ermutigenden Zwischenergebnissen aus Phase I/II wird die Studie nun weltweit auf weitere Zentren in Nord- und Südamerika sowie Europa ausgedehnt.

„Dieser Meilenstein unterstreicht unsere Dringlichkeit, Ressourcen einzusetzen, um schwere Verläufe des Virus zu verhindern“, betonte George Scangos, CEO von Vir. „Vir-7831 vereint Eigenschaften, die Hospitalisierungen und Todesfälle über mehrere Mechanismen abwenden könnten. Wir freuen uns auf die enge Kooperation mit GSK.“

Erste Daten könnten Ende 2020 vorliegen, vollständige Ergebnisse sind für Januar 2021 erwartet.