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University of Nottingham: 75-jährige Frau aus Nottingham war erste COVID-19-Infizierte im Vereinigten Königreich

Forscher der University of Nottingham haben festgestellt, dass eine 75-jährige Frau die erste Person im Vereinigten Königreich war, die sich mit SARS-CoV-2 infizierte. Die Patientin verstarb nach ihrer Aufnahme ins Krankenhaus mit schweren Atembeschwerden. Am 21. Februar 2020 wurde ihre Probe positiv auf das Virus getestet.

In einer umfassenden Analyse von 1.660 Proben aus 1.378 Patienten – entnommen zwischen dem 2. Januar und 11. März in einem Lehrkrankenhaus in Nottingham – identifizierten die Experten diesen Fall als den frühesten ambulant erworbenen in Großbritannien. Die noch nicht peer-reviewed Studie betont: „Patient 1 ist nach unserem Wissen der am frühesten beschriebene Fall, der am 21. Februar 2020 ins Krankenhaus eingeliefert wurde.“

DNA-Sequenzierungen offenbaren multiple Virus-Einschleppungen in die Region, bevor flächendeckende Tests starteten. Selbst der erste offizielle Fall in Nottingham – ein Reisender aus Südkorea, positiv getestet am 28. Februar – erkrankte wahrscheinlich lokal, nicht im Ausland.

Die Ergebnisse unterstreichen: Eine frühere, weniger restriktive Falldefinition und umfassende Community-Tests hätten die Ausbreitung von COVID-19 eindämmen können. Strenge Kriterien wie Reisenachweis oder Kontakt zu Fällen ließen Infektionen Anfang Februar bis März unentdeckt.

University of Nottingham: 75-jährige Frau aus Nottingham war erste COVID-19-Infizierte im Vereinigten Königreich

Ursprünglich erforderten Tests im UK eine Hubei-Reise oder bekannten Kontakt plus Symptome wie Fieber, Atemnot oder Husten. Später erweitert auf China, Asien, Iran und Norditalien, wurde das Kriterium erst Mitte März fallen gelassen.

Die detaillierte Sequenzierung zirkulierender Stämme bis März – bei limitierten Tests – zeigt diverse, unentdeckte Linien.

Professor Jonathan Ball, Mitautor der Studie, erklärt: „Unsere Daten betonen die Notwendigkeit rechtzeitiger, breiter Community-Tests, um Virusübertragungen zu stoppen.“

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Er fährt fort: „Frühere Erweiterung der Kriterien hätte Importfälle erkannt, zu früheren Maßnahmen und weniger Todesfällen geführt. Allerdings fehlten Testkapazitäten.“

„Für zukünftige Pandemien muss das UK in NHS- und PHE-Labore investieren, um Kapazitäten und Agilität zu steigern. Solche Investitionen retten Leben und mindern wirtschaftliche Schäden.“