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Eltern oder kinderfrei: Wer ist glücklicher? Ein Neurowissenschaftler erklärt es

Kinder zu haben galt über Generationen als selbstverständliche Pflicht und Markstein des Erwachsenenalters. Doch heute entscheiden sich immer mehr Menschen bewusst gegen eine eigene Familie.

Trotzdem wünscht sich die Mehrheit irgendwann Kinder. Frauen, die auf Mutterschaft verzichten, stoßen oft auf Kritik, und IVF-Behandlungen bleiben gefragt.

Wer hat recht? Die Wissenschaft gibt Hinweise: Sind Sie mit Kindern oder kinderfrei glücklicher?

Diese Frage ist komplex, da individuelle Faktoren entscheidend sind. Dennoch zeigen neurowissenschaftliche Erkenntnisse klare Muster im Gehirn bei Elternschaft.

Direkt nach der Geburt erlebt die Mutter eine intensive Phase. Geburt und Stillen fluten das System mit Oxytocin, dem Bindungshormon, das emotionale Verbindungen vertieft und Freude an Beziehungen steigert. Die Mutter-Kind-Bindung ist hier am stärksten.

Dies gilt auch für Väter und andere Eltern. Jedes Gehirn ist darauf programmiert, positiv auf Babys zu reagieren – ihre Gerüche, überproportionalen Gesichtszüge, Verletzlichkeit und Größe triggern Schutzinstinkte und Bindung.

Diese intensive Bindung und das Hochgefühl klingen jedoch ab. Babys und Kinder fordern enorm: schlaflose Nächte, Windeln, Kosten, Chaos und der Verlust der eigenen Freiheit erhöhen Stress und negative Emotionen.

Gleichzeitig bringen Erfolge, tiefe Liebe, gemeinsamer Spaß und das Beobachten des Wachstums große Freude.

Zusammenfassend machen Kinder das Leben emotional intensiver: Höhen sind höher, Tiefen tiefer. Ob das für Sie passt, entscheiden Sie selbst.