Der Einstieg in ein Fitnessstudio kann einschüchternd wirken – vor allem, wenn Sie unsicher sind, womit Sie beginnen sollen. Zwei der beliebtesten Methoden sind HIIT (High-Intensity Interval Training) und Krafttraining. Beide sind effektiv, unterscheiden sich jedoch stark in Ansatz und Ergebnissen.
HIIT basiert auf kurzen, hochintensiven Intervallen mit Bewegungen wie Bodyweight-Übungen, Sprints, Radfahren oder Ähnlichem. Krafttraining hingegen nutzt Gewichte, um Muskelkraft aufzubauen.
Was macht nun fitter? „Bei aerober Kapazität und kardiorespiratorischer Fitness ist HIIT für Erwachsene mittleren und höheren Alters oft die beste Wahl. Für absoluten Kraftaufbau eignet sich Kraft- oder Widerstandstraining am besten“, erklärt Dr. Luke Connolly, Dozent für Physiotherapie an der Plymouth University.
Als absoluter Anfänger könnten beide Ansätze zunächst zu fordernd sein. „Gemäß den Richtlinien für körperliche Aktivität sollten Erwachsene und Ältere wöchentlich 150 Minuten moderat intensive oder 75 Minuten hochintensive Aktivität absolvieren“, betont Connolly.
„Die hohe Intensität von HIIT kann anfangs unangenehm sein. Anfängern empfehle ich, zuerst mit MICT (kontinuierlichem Training mittlerer Intensität) zu starten – wie Joggen, Radfahren oder Ballsportarten wie Tennis, Basketball oder Squash in 30–60-minütigen Einheiten.“

MICT ist ideal für den Einstieg, bevor Sie zu HIIT oder Krafttraining übergehen. Die Wahl hängt von Ihren Zielen ab: Kraft oder Ausdauer?
Beide Methoden sind flexibel. HIIT beschreibt die Intensität und umfasst vielfältige Übungen, z. B. High-Intensity Functional Training (HIFT), das Kraft mit Cardio kombiniert.
Krafttraining steigert primär die Stärke, HIIT verbessert die kardiovaskuläre Gesundheit. Bei Zeitmangel? „HIIT ist genauso effektiv wie MICT für die kardiorespiratorische Fitness, aber zeiteffizienter. Es verbessert zudem kardiometabolische Marker bei Übergewichtigen“, sagt Connolly.
„Berücksichtigen Sie den Spaßfaktor: HIIT ist anstrengend, kann aber bei kürzeren Intervallen (30 Sekunden vs. 120 Sekunden) Freude und positive psychologische Effekte auslösen.“
Die beste Wahl richtet sich nach Ihren Zielen, Ihrer Erfahrung und verfügbarer Zeit. Ideal ist eine Kombination, die zu Ihnen passt. „Wichtig ist langfristige Bewegung. Vorlieben und Ziele ändern sich – HIIT findet sich auch in Sportarten wie Kleinfeld-Fußball oder Badminton“, rät Connolly.