Hier spielen zwei physikalische Effekte eine Rolle: Kohäsion und Adhäsion. Kohäsion beschreibt die starke Anziehungskraft zwischen Wassermolekülen selbst. Sie entsteht durch die gegenseitigen Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den positiv geladenen Wasserstoffatomen und den negativ geladenen Sauerstoffatomen benachbarter H2O-Moleküle. Genau diese Kräfte erzeugen in der dünnen feuchten Schicht auf Ihrer Haut das klebrige Gefühl.
Dieses Gefühl spüren wir jedoch nur, weil die Wassermoleküle durch Adhäsion – die Haftung an anderen Oberflächen – auf der Haut verbleiben. Bei leichter Feuchtigkeit bleibt die Schicht stabil. Sind die Hände jedoch komplett durchnässt, füllen sich die mikroskopisch feinen Spalten und Furchen der Haut mit Wasser. Das reduziert die Reibung erheblich und lässt die Hände rutschig wirken.
