Leider müssen ungeduldige werdende Mütter enttäuscht werden: Der Glaube, dass Curry Wehen auslöst, ist ein Mythos. Er entstand wohl, weil scharfes Essen den Darm reizt – bekannt als der typische 'Post-Curry-Durchfall'. Es kann zudem die Gebärmutter leicht reizen und minimale Kontraktionen hervorrufen. Wissenschaftliche Belege, dass daraus echte Wehen entstehen, fehlen jedoch vollständig.

Rizinusöl, gewonnen aus Rizinusbohnen, wirkt als starkes Abführmittel. Kleine Studien deuten darauf hin, dass es Wehen einleiten könnte. Deutsche Forscher schlugen 2012 einen Mechanismus vor: Eine Säure im Öl imitiert Prostaglandine, hormonähnliche Stoffe, die Darm- und Gebärmutterkontraktionen anregen. Die Evidenz ist jedoch widersprüchlich. Die abführende Wirkung führt oft zu Übelkeit, Durchfall und Dehydration – daher raten Experten Schwangeren dringend ab.
Weitere Hausmittel wie Datteln, Ananas, Himbeerblättertee oder Aubergine (in den USA als 'Eggplant') gelten als Wehenlöser. Letzteres verdankt seinen Ruf einem Atlanta-Restaurant mit 'Auberginen-Parmesan'. Doch keine dieser Methoden ist wissenschaftlich bewiesen. Schwangere sollten Geduld walten lassen und auf natürlichen Geburtsbeginn warten.