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Medizinische Spürhunde erkennen Typ-1-Diabetes zuverlässig – Studie der Uni Bristol liefert klare Beweise

Bereits im 16. Jahrhundert unterstützten Hunde Blinde als zuverlässige Orientierungshilfen. Heute erweitern sie ihre Rolle im Gesundheitswesen erheblich.

Moderne medizinische Erkennungshunde sind speziell trainiert, um Krebs, Typ-1-Diabetes, schwere Nussallergien oder die seltene Addison-Krankheit der Nebennieren zu erschnüffeln. Bald könnten sie auch Parkinson und Malaria aufspüren.

Vorherige Studien zeigten vielversprechende Ergebnisse, doch robuste Belege fehlten. Nun hat die erste großangelegte Studie der University of Bristol Veterinary School dies geändert – zumindest für Hunde, die Hypo- und Hyperglykämie bei Typ-1-Diabetes erkennen.

Über 6 bis 12 Wochen beobachteten Forscher 27 trainierte Glykämie-Warnhunde. Die Besitzer protokollierten alle hypoglykämischen und hyperglykämischen Episoden. Ergebnis: Die Hunde warnten bei 83 % der Hypoglykämien und 67 % der Hyperglykämien.

„Ein medizinischer Spürhund verbessert die Lebensqualität der Patienten spürbar“, betont Dr. Nicola Rooney, Leiterin der Studie. „Unsere Arbeit ist die erste großangelegte Evaluierung zur Hypoglykämie-Erkennung durch Hunde.“