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Lemuren erschnüffeln Früchte bis 15 Meter entfernt: Studie der New York University

Neue Forschungsergebnisse der New York University belegen eindeutig: Lemuren können Früchte wittern, die mehr als 15 Meter entfernt versteckt sind. "Dies ist das erste Mal, dass nachgewiesen wurde, dass Primaten einem windgetragenen Geruch über Distanzen folgen können", erklärt Anthropologin Elena Cunningham, Hauptautorin der Studie.

Viele Tiere nutzen ihren Geruchssinn zur Nahrungssuche, doch bei Primaten war unklar, ob sie entfernte Düfte wahrnehmen oder sich auf Sicht und Gedächtnis verlassen. Unsere Expertise in der Primatenforschung zeigt: Geruch spielt eine Schlüsselrolle.

In einer Feldstudie an der Lemur Conservation Foundation in Florida platzierten Wissenschaftler reife Melonen und Attrappen in Behältern im Unterholz. Diese lagen 4 bis 15 Meter von einer Route untrainierter Kattas entfernt und waren unsichtbar – die Lemuren mussten riechen, um sie zu finden.

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Gerüche reisen als "Geruchsfahnen", denen Tiere durch Schnüffeln folgen. Traditionell galt Primaten dies als unmöglich – unsere Ergebnisse widerlegen das.

Als der Wind das Aroma der Honigmelone trug, fanden die Lemuren die Frucht. Sie schnüffelten gezielt in der Luft und lokalisierten sie bis 15 Meter entfernt. Attrappen blieben unentdeckt.

"Lemuren erkennen den Duft der Cantaloupe-Melone inmitten komplexer Waldgerüche und folgen der Fahne präzise", betont Cunningham. "Dies unterstreicht die Geruch als entscheidenden Faktor für die Nahrungssuche bei Primaten."

In dichten Wäldern, wo Sicht behindert ist, sichert diese Fähigkeit das Überleben – ein faszinierender Einblick in die Anpassungsfähigkeit von Lemuren.