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Kann ein Raubtier sich durch perfekte Jagd selbst auslöschen? Das Beispiel des Haast-Adlers

Gefragt von: Matthew Cox, Wantage

Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass ein Raubtier sich allein dadurch auslöscht, indem es seine Beute vollständig aufzehrt. Evolution verläuft langsam, und Raubtiere geraten mit ihrer Beute in ein fortlaufendes Wettrüsten, bei dem die Beute neue Fluchtstrategien entwickelt.

Sobald das Gleichgewicht zugunsten der Raubtiere kippt, schrumpft die Nahrungsmenge. Die Raubtiere ziehen weniger Nachwuchs auf, die Beutepopulation erholt sich – und das System stabilisiert sich wieder.

Problematisch wird es bei starker Spezialisierung auf eine einzige Beuteart, wie beim Haast-Adler in Neuseeland. Dieser Riese hatte sich ausschließlich auf den flugunfähigen Moa-Vogel eingestellt. Mit der Ankunft der Menschen im 13. Jahrhundert wurden die Moas innerhalb von 200 Jahren gejagt und ausgerottet. Der Adler fand keine Alternative und erlosch ebenfalls.

Dieses Phänomen der Koextinktion ist bei Parasiten häufig, die sich auf einen Wirt spezialisiert haben.

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