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Delfine knüpfen Freundschaften zu Gleichgesinnten: Studie aus Shark Bay offenbart Parallelen zu Menschen

Ähnlich wie Menschen bevorzugen Delfine die Gesellschaft von Artgenossen mit gemeinsamen Interessen.

Ein internationales Forscherteam entdeckte dies in Shark Bay, einer UNESCO-Weltnaturerbestätte in Westaustralien mit einer großen Population indopazifischer Großer Tümmler. Diese Delfine nutzen Meeresschwämme als Werkzeuge: Sie brechen sie vom Meeresboden ab und tragen sie über ihrem Rostrum, um tiefe Kanäle nach Nahrung abzusuchen.

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Dieses Verhalten ist bei Weibchen gut dokumentiert und tritt häufiger auf als bei Männchen. Früher ging man davon aus, dass die zeitintensive, solitaire Schwammjagd männliche Delfine von der Bildung sozialer Allianzen abhalten würde – ein zentraler Bestandteil ihres Lebens.

Um dies zu prüfen, analysierten die Wissenschaftler das Verhalten von 37 männlichen Delfinen – 13 "Spongers" und 24 "Non-Spongers" – in Shark Bay über neun Jahre von 2007 bis 2015.

Männliche Spongers verbrachten signifikant mehr Zeit mit anderen Spongers, unabhängig von Verwandtschaftsgrad. Gemeinsame Interessen schufen also diese Bindungen.

Dies erweitert unser Verständnis des komplexen Soziallebens männlicher Großer Tümmler, die kooperative Allianzen bilden, um Weibchen zu erobern oder Rivalen abzuwehren. Solche Bande halten oft Jahrzehnte.

"Die Schwammjagd galt lange als unvereinbar mit den sozialen Bedürfnissen männlicher Delfine in Shark Bay, nämlich engen Allianzen mit anderen Männchen", erklärt Dr. Simon Allen, Co-Autor der Studie und Biologe an der University of Bristol. "Diese Forschung zeigt: Wie Weibchen und Menschen bilden männliche Delfine Beziehungen auf Basis geteilter Interessen."