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Sensationsfund: Versteinerter Schädel von Australopithecus anamensis offenbart frühen Homininen

Der Schädel wurde 2016 in Miro Dora im Mille-Distrikt des Afar-Regionalstaats in Äthiopien entdeckt. Formanalysen deuten darauf hin, dass er zu Australopithecus anamensis gehört – einem uralten Homininen aus der Übergangsphase vom baumlebenden zu bodenbewohnenden Vorfahren.

Die Knochenstruktur von Beinen und Knöcheln belegt aufrechtes Gang auf zwei Beinen, während lange Arme und Handgelenke auf geschickte Kletterfähigkeiten hindeuten. Die Schädelhöhle zeigt eine Gehirngröße vergleichbar mit der eines Schimpansen.

Sensationsfund: Versteinerter Schädel von Australopithecus anamensis offenbart frühen Homininen

Typische Merkmale des Oberkiefers und Eckzähne identifizierten die Forscher den Fund eindeutig als Australopithecus anamensis, eine Art, die vor 4,2 bis 3,8 Millionen Jahren lebte.

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Das Alter von rund 3,8 Millionen Jahren wurde von Sedimentologin Beverly Saylor und Kollegen der Case Western Reserve University in Ohio durch Datierung benachbarter Vulkangestein-Schichten ermittelt.

Sensationsfund: Versteinerter Schädel von Australopithecus anamensis offenbart frühen Homininen

Paläokünstler John Gurche, Artist-in-Residence am Museum of the Earth in New York, schuf eine hochrealistische Gesichtsrekonstruktion basierend auf dem Schädel von A. anamensis.

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Der Originalschädel wurde neben einer 3D-gedruckten Nachbildung bei einer Pressekonferenz in Addis Abeba präsentiert, organisiert vom äthiopischen Paläoanthropologen Prof. Yohannes Haile-Selassie, der den Fund leitete.