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Katzen bilden starke emotionale Bindungen zu ihren Besitzern – Studie der Oregon State University

Hunde sind die besten Freunde des Menschen, Katzen tolerieren uns nur, wenn wir Futter geben – so lautet ein gängiges Klischee.

Forscher der Oregon State University haben das widerlegt: Unsere Katzenfreunde entwickeln häufig starke emotionale Bindungen zu ihren menschlichen Bezugspersonen, ähnlich wie Hunde und Kleinkinder.

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Frühere Studien zeigten, dass Babys und Hunde eine von drei Bindungsarten aufweisen: sicher, vermeidend-unsicher oder ambivalent-unsicher.

Katzen bilden starke emotionale Bindungen zu ihren Besitzern – Studie der Oregon State University

In ungewohnten Umgebungen erkunden sicher gebundene sicher die Umgebung, vermeidend-unsichere halten Distanz, ambivalente bleiben nah, fordern aber Aufmerksamkeit und fühlen sich unwohl.

Das Team ließ über 100 Katzen und ihre Besitzer je zwei Minuten zusammen in einem fremden Raum verbringen, trennte sie dann für zwei Minuten und vereinte sie wieder – ein etablierter Test für Bindung bei Menschen, Primaten und Hunden.

Katzen bilden starke emotionale Bindungen zu ihren Besitzern – Studie der Oregon State University

65 Prozent der Katzen zeigten sicheres Bindungsverhalten, die Mehrheit der unsicheren ein ambivalentes. Das entspricht dem Verhalten von Säuglingen und Hunden, betonen die Experten.

Einmal etablierte Bindungsstile – eng oder gleichgültig – ändern sich selten. Ein ambivalentes Kätzchen blieb trotz wochenlangem Training so.

Katzen bilden starke emotionale Bindungen zu ihren Besitzern – Studie der Oregon State University

Die Forscher prüfen nun, wie diese Erkenntnisse Tausenden Tierheimkatzen und -Kätzchen helfen könnten.

„Wir untersuchen Aspekte des Katzenbindungsverhaltens, einschließlich, ob Sozialisierung und Training die Bindungssicherheit von Tierheimkatzen steigern“, erklärt Kristyn Vitale, Forscherin an der Oregon State University.