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Prähistorische Krokodile entwickelten walähnliche Anpassungen: Neue Studie der University of Edinburgh

Neue Forschungen der University of Edinburgh enthüllen: Tödliche prähistorische Krokodile der Gruppe Thalattosuchia ahmten Form und Sinne von Walen und Delfinen nach, um die Meere des Jura zu beherrschen.

Diese ausgestorbenen Raubtiere wandelten sich von landlebenden Vorfahren zu hochmobilen Schwimmern. Ihre Gliedmaßen wurden zu Flossen, der Körper stromlinienförmig, mit Flossenschwänzen für kraftvolle Bewegungen im Wasser.

Experten der University of Edinburgh entdeckten zudem Anpassungen im Innenohr, das für Gleichgewicht und räumliche Orientierung zuständig ist. Diese Veränderungen traten vor etwa 170 Millionen Jahren ein, als die Tiere sich schrittweise ans ozeanische Leben gewöhnten.

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Paläontologen untersuchten CT-Scans von über einem Dutzend fossiler Schädel, um das vestibuläre System des Innenohrs – bestehend aus drei Bogengängen – zu analysieren.

In einer langen semi-aquatischen Phase wurden die Gehörgänge dicker und kürzer, was die Empfindlichkeit reduzierte. Diese Form teilen sie mit Delfinen und Walen.

Wissenschaftler erklären: Im Ozean stabilisiert der Auftrieb das Gleichgewicht, im Gegensatz zum Land, wo Schwerkraft und unebenes Gelände höchste Sensibilität erfordern.

Prähistorische Krokodile entwickelten walähnliche Anpassungen: Neue Studie der University of Edinburgh

Ähnliche Veränderungen ereigneten sich unabhängig bei Walen – ein Fall konvergenter Evolution.

Julia Schwab, Doktorandin an der School of GeoSciences der University of Edinburgh und Leiterin der Studie, erklärt: „Sinnesorgane wie das Innenohr sind entscheidend, um das Leben prähistorischer Tiere zu verstehen. Verwandte der Meereskrokodile wiesen eine einzigartige Innenohrform auf, ähnlich wie bei anderen aquatischen Reptilien und heutigen Walen.“

Die Ergebnisse belegen, dass sensorische Anpassungen als Reaktion auf die Tiefseeumgebung erfolgten.

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Dr. Steve Brusatte, ebenfalls von der School of GeoSciences und leitender Autor, ergänzt: „Die alten aquatischen Krokodile modifizierten ihr Innenohr nach Skelettanpassungen für besseres Schwimmen. Wale taten Ähnliches, kurz nach dem Übergang ins Wasser. Krokodile und Wale schlugen parallele, doch unterschiedliche Evolutionspfade ein.“

Die Studie erschien in Proceedings of the National Academy of Sciences (USA) und wurde vom Leverhulme Trust gefördert. Beteiligt waren Wissenschaftler weltweit, darunter vom National Museum of Scotland.