David Attenboroughs Dokumentarfilme begeistern seit Jahrzehnten durch ihre atemberaubenden Bilder und tiefen Einblicke in die Natur. 'Life in Colour' setzt diesen Standard fort und widmet sich der faszinierenden Rolle von Farben im Tierreich – von auffälligem Gefieder bis hin zu raffinierten Tarnmustern.
Folge 1, 'In Farbe sehen', beleuchtet, wie Tiere Farben nutzen, um Aufmerksamkeit zu erregen, Partner zu gewinnen oder Feinde abzuschrecken. Hier stellen wir die beeindruckendsten Protagonisten vor, die in dieser Episode zu sehen sind.
Mandrill

Mandrills zählen zu den größten und farbenfrohesten Affen. Männchen wiegen über 30 kg, weshalb Kämpfe oft gefährlich oder tödlich enden.
Stattdessen demonstrieren sie Stärke und Rang mit ihren markanten roten und blauen Gesichtsmasken. Je intensiver die Farben, desto höher der Status des Männchens.
Pfau

Der prächtige Schwanz des Pfaus misst über 1,5 m und ziert sich mit 150 schillernden Augenflecken – ein Meisterwerk der Natur, entwickelt, um Weibchen zu beeindrucken.
Trotz der Behinderung beim Fliegen zahlt sich die Investition aus: Je leuchtender die Farben und je mehr Flecken, desto attraktiver das Männchen.
Großartiger Paradiesvogel

Der Magnificent Bird-of-Paradise treibt Farbdarstellungen auf die Spitze. Diese Art wurde erstmals in voller Pracht gefilmt – zuvor nur vom Boden aus beobachtet.
Weibchen betrachten das Spektakel von oben. Das 'Life in Colour'-Team positionierte Kameras entsprechend, um ihre Perspektive einzufangen.

Blauer Mondschmetterling

Dem menschlichen Auge wirkt der Blaumond-Schmetterling unauffällig, doch eine spezielle UV-Kamera enthüllt magische Muster mit hellen UV-Flecken auf den Flügeln.
Weibchen bevorzugen Männchen mit strahlenden UV-Farben als Indikator für Gesundheit und Fitness.
Costas Kolibri

Costas Kolibris bevölkern die ariden Wüsten Nordamerikas, wo grelle Farben Risiken bergen. Das Männchen entfaltet seinen Kopfschmuck daher nur für Weibchen.
Wie ein Pendel schwingt es vor ihr, ausgerichtet zur Sonne: Im perfekten Winkel blitzen die schillernden Federn auf – ein hypnotisierendes Schauspiel.

Andenflamingo

Andenflamingos verdanken ihr Rosa ihrer Nahrung. Nur rosafarbene Vögel nehmen am beeindruckenden Paarungstanz teil.
Weibchen, die im Vorjahr Küken aufzogen, verlieren ihre Farben durch die Anstrengung und müssen Pigmente aus der Nahrung neu anreichern.
Pfeilgiftfrosch

Der Erdbeerpfeilgiftfrosch, kaum größer als ein Fingernagel, ist einer der giftigsten Regenwald-Bewohner. Seine leuchtenden Farben warnen Raubtiere effektiv.
Gleichzeitig locken sie Partner an und wehren Rivalen ab. Weibchen wählen Männchen mit heller, glänzender Haut als Zeichen von Stärke.
Fiedlerkrebse

Winkerkrabben erkennen polarisiertes Licht, das uns verborgen bleibt. Eine Spezialkamera zeigt erstmals ihre Welt.
Auf polarisiertem Watt heben sich Krabben, Partner und Rivalen klar ab – ebenso Luft-Raubtiere vom Himmel.
Pfauenfangschreckenkrebse

'Life in Colour' fängt erstmals die volle Farbtiefe der Pfauenfangschreckenkrebse mit spezieller Ausrüstung ein. Eine Polarisationskamera offenbart geheime Signale.
Ihre Bedeutung ist noch rätselhaft, doch Experten vermuten sexuelle Anlockung für potenzielle Partner.