Ein kilometer-großer Asteroid rast am Mittwoch an der Erde vorbei. NASA-Experten und das Arecibo-Observatorium betonen: Er stellt absolut keine Gefahr dar.
Der als (52768) 1998 OR2 bekannte Asteroid erreicht seine größte Annäherung in rund 6,2 Millionen Kilometern Entfernung – das sind 16-mal so viele wie der Abstand zum Mond.
Das renommierte Arecibo-Observatorium in Puerto Rico hat den etwa 1,5 Kilometer breiten Weltraumfelsen seit seiner Entdeckung durch die NASA im Jahr 1998 genau verfolgt.
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Forscher des Observatoriums scherzten, dass Radaraufnahmen des Asteroiden wie eine Maske wirken – bedingt durch umgebenden Staub und Trümmer.
„Die kleinen topografischen Merkmale wie Hügel und Grate an einem Ende des Asteroiden 1998 OR2 sind wissenschaftlich faszinierend“, erklärt Dr. Anne Virkki, Leiterin des Planetary Radar-Programms am Arecibo-Observatorium. „Aber da wir alle an COVID-19 denken, lassen diese Merkmale es so aussehen, als hätte OR2 eine Maske angelegt.“

Als PHO (potenziell gefährliches Objekt) klassifiziert, überschreitet 1998 OR2 die 140-Meter-Grenze und nähert sich der Erdumlaufbahn bis auf 7,5 Millionen Kilometer. Dennoch droht kein einziger bekannter PHO unmittelbar der Erde. Wissenschaftler beobachten ihn weiterhin genau.
„Die Radarmessungen ermöglichen präzise Vorhersagen zu seiner zukünftigen Position, einschließlich der nächsten Erdnähe“, sagt Forschungswissenschaftlerin Flaviane Venditti vom Observatorium. „Im Jahr 2079 wird 1998 OR2 die Erde sogar 3,5-mal näher passieren als heute – daher ist eine exakte Bahnberechnung essenziell.“
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Das Team hat die Beobachtungen am 13. April begonnen und sammelt bis zum 23. April Daten, solange der Asteroid von Arecibo aus sichtbar ist.
„Auch wenn dieser Asteroid nicht einschlagen wird, ist es entscheidend, Objekte dieser Art zu studieren – um Absturzrisiken besser zu mindern“, ergänzt Dr. Virkki.