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Fühlt sich Ihr Hund einsam, wenn Sie nach dem Lockdown ins Büro zurückkehren? So helfen Sie ihm

Hunde blühen auf, wenn sie Zeit mit ihrer Familie verbringen. Deshalb trainieren wir Welpen oft gezielt darauf, dass es normal ist, nicht jede Minute bei uns zu sein.

Wie kommen Hunde zurecht, die sich an unsere ständige Nähe während des Lockdowns gewöhnt haben, wenn wir nun wieder ins Büro gehen? Haben sie die Lektionen aus der Welpenzeit vergessen und leiden unter Trennungsstress? Als Tierverhaltensspezialisten mit jahrelanger Erfahrung raten wir: Planen Sie die Übergangsphase vorab, um dramatische Routinewechsel zu vermeiden.

Die Reaktion hängt vom individuellen Hund ab. Hunde mit Vorgeschichte von Trennungsangst werden den Wechsel von Dauerpräsenz zu Abwesenheit wahrscheinlich schwer ertragen und ihr Stressverhalten reaktivieren.

Eine weitere Gruppe umfasst ängstliche Hunde, die durch Bellen, Zerstörung, Aggression oder Selbstverletzung auffallen. Jede plötzliche Veränderung belastet sie stark – unabhängig von früherem Trennungsverhalten.

Manche wurden zu Lockdown-Beginn problematisch, weil die ständige Anwesenheit der Menschen sie überforderte.

Neu adoptierte Hunde, Welpen oder Erwachsene, kennen oft keine langen Alleinphasen in Ihrem Haushalt.

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Hunde spüren Kontraste in ihrer Umwelt intensiv. Der Sprung von permanenter Präsenz zu ganztägiger Abwesenheit kann selbst robuste Hunde verunsichern – auch ohne Vorgeschichte.

Frühes Verständnis hilft: Testen Sie mit kurzen Abwesenheiten und einer Webcam, wie Ihr Hund reagiert. Geht er mehr als 20 Minuten unruhig auf und ab, winselt, sabbert, hechelt (bei kühler Raumtemperatur) oder zerstört Türen/Fenster? Dann Tierarzt konsultieren – medikamentöse Unterstützung kann sinnvoll sein. Hunde müssen nicht leiden.

Ruhig hinlegen und dösen? Erhöhen Sie schrittweise auf längere Zeiten. Mehrere 30-Minuten-Ausflüge täglich bauen Resilienz auf.

Trainieren Sie Entspannung: Mit Kau-Spielzeug oder Knochen, während Sie den Raum verlassen. Starten Sie klein – aufstehen, kurz weg, zurückkehren. Ziel: Gelassene Selbstbeschäftigung.

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Wir Menschen kämpfen ebenso mit Veränderungen. Unsere "Normalität" hat sich verschoben, doch Hunde haben ein kürzeres Gedächtnis. Führen Sie inkrementelle Anpassungen ein – kreativ und geduldig.

Aus Praxis vieler Hundebesitzer: Schrittweise Übergänge minimieren Stress und stärken das Band.