Der Übergang einer Raupe zum Schmetterling über die Puppenphase zählt zu den faszinierendsten Wundern der Natur. Während der Metamorphose werden Körperteile verflüssigt und neu geformt. Lange war unklar, ob Erinnerungen diesen radikalen Umbau überstehen. Neueste Experimente liefern klare Hinweise: Forscher trainierten Raupen, den Geruch von Ethylacetat – einer Chemikalie aus Nagellackentferner – zu meiden, indem sie ihn mit milden Elektroschocks koppelten.
Als die Larven zu adulten Motten wurden, vermieden die meisten weiterhin diesen Geruch. Dies deutet darauf hin, dass Schmetterlinge und Motten tatsächlich Erinnerungen aus ihrer Larvenzeit behalten können. Ein weiterer Grund, Raupen mit Respekt zu begegnen.
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Gefragt von: Andrew Peters, London
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