Der "Maulwurf" der NASA-InSight-Mission – offiziell die Wärmesonde HP3 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) – gräbt sich nach einem 7-monatigen Rückschlag wieder in den Marsboden.
Die NASA berichtet: In der vergangenen Woche ist das Gerät rund 2 Zentimeter vorangeschritten. Ein kleiner, aber entscheidender Fortschritt, der die Wissenschaftler jubeln lässt.
„Wir feuern unseren Maulwurf an, um weiterzumachen“, freute sich Tilman Spohn, leitender Wissenschaftler des Experiments am DLR.
Das deutsche Instrument soll bis zu 5 Meter tief in den Mars eindringen, um die Innentemperatur des Planeten zu messen. Bereits im März stockte es nach nur wenigen Zentimetern – kurz nach dem ersten Hämmern.
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Über Wochen und Monate entwickelten Ingenieure einen Backup-Plan: Der Roboterarm des InSight-Landers drückt nun gegen den Bohrer, um ausreichend Reibung zu erzeugen und das Graben zu ermöglichen.
Seit dem 8. Oktober hat der Maulwurf dreimal je 220-mal gehämmert und dabei stetig Fortschritte gemacht.
Die Experten warnen: Es wird Zeit und viel mehr Hämmern brauchen, um die endgültige Tiefe zu ermitteln.

„Als wir zum ersten Mal auf dieses Problem stießen, war es erdrückend“, erinnerte sich Troy Hudson vom Jet Propulsion Laboratory (JPL), Leiter der Wiederherstellungsmaßnahmen. „Aber ich dachte: ‚Vielleicht gibt es eine Chance; lass uns weitermachen.‘ Und gerade jetzt fühle ich mich schwindelig vor Freude.“
InSight landete im November letzten Jahres auf dem Mars.
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