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Erde verlor bis zu 60 Prozent ihrer Atmosphäre: Simulationen enthüllen dramatische Mondentstehung

Ein Forscherteam der Durham University hat durch 300 präzise Computersimulationen aufgezeigt, dass die Erde bei der Kollision vor über vier Milliarden Jahren – jener, die den Mond schuf – bis zu 60 Prozent ihrer Atmosphäre verloren haben könnte.

Die Studie untersucht detailliert die Auswirkungen solcher Einschläge auf felsige Planeten mit dünner Atmosphäre und basiert auf fundierten Modellen aus der Planetologie.

Die Ergebnisse, veröffentlicht in The Astrophysical Journal Letters, unterstützen Astronomen bei der Erforschung des Mondursprungs: Er entstand aus der Kollision eines marsgroßen Himmelskörpers mit der jungen Erde.

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„Das Rätsel um die Mondentstehung und die Folgen einer riesigen Kollision mit der frühen Erde beschäftigt Wissenschaftler weltweit“, erklärt Studienleiter Dr. Jacob Kegerreis von der Durham University.

„Wir haben Hunderte Szenarien simuliert und zeigen, wie Einschlagswinkel, -geschwindigkeit und Planetengröße die Atmosphäre beeinflussen.“

„Diese Modelle grenzen mögliche Mondursprünge ein und bringen uns dem Verständnis unseres nächsten Himmelskörpers näher.“

Erde verlor bis zu 60 Prozent ihrer Atmosphäre: Simulationen enthüllen dramatische Mondentstehung

Die Experten variierten Objektgröße, Masse, Winkel und Geschwindigkeit, um atmosphärische Veränderungen zu prognostizieren.

Bei der mondbildenden Kollision könnte die Erde 10 bis 60 Prozent ihrer Atmosphäre eingebüßt haben.

Die Ergebnisse ermöglichen zudem Vorhersagen für atmosphärischen Verlust bei anderen felsigen Planeten nach Kollisionen.

„Diese umfassenden Simulationen beleuchten die Rolle von Einschlägen bei der Entwicklung erdähnlicher Exoplaneten“, ergänzt Co-Autor Dr. Luis Teodoro von der University of Glasgow, School of Physics and Astronomy.