Eine zusätzliche Brustwarze – medizinisch als Polythelie bekannt – ist überraschend häufig. Bis zu 1 von 18 Personen hat eine dritte Brustwarze, die von einer winzigen, oft unsichtbaren Stelle bis zu einer vollständigen Brustwarze mit Milchdrüsengewebe reichen kann.
Die meisten Säugetiere besitzen mehrere Brustwarzenpaare. Beim Menschen haben sich diese im Verlauf der Evolution bei kleineren Würfen weitgehend zurückgebildet, sodass nur das letzte Paar verbleibt. Die Gene dafür sind jedoch nicht eliminiert, sondern nur inaktiviert. Eine Mutation in einem dieser Gene aktiviert die Produktion des Signalproteins NRG3, was zur Bildung einer dritten Brustwarze führen kann.