Das Ansehen von Wiederholungen klassischer Rugby-Spiele könnte ein wirksames Stärkungsmittel für ältere Menschen darstellen, betont der Demenz-Direktor von NHS England, Professor Alistair Burns. Als Professor für Alterspsychiatrie an der Universität Manchester erklärt er, dass solche Sendungen das Gehirn von Demenzpatienten aktivieren, Erinnerungen wecken und die geistige Gesundheit fördern können.
Seine Aussagen fallen passend zur Eröffnung der Rugby-Weltmeisterschaft 2019, wenn Nationen weltweit um den Webb Ellis Cup kämpfen.
"Denkwürdige Sportereignisse schaffen für Ältere und Demenzkranke eine Brücke zur Vergangenheit, regen Gespräche an und stärken die Gesundheit", so Prof. Burns. "Das Wiedererleben klassischer Spiele und spannender Momente kann tiefe emotionale Erinnerungen aktivieren, die Jahre später das Gehirn beleben."
"Hilfe für ein langes, gesundes Leben mit Demenz ist zentral im NHS-Langzeitplan. Bei der Rekordzahl an Demenzdiagnosen unter Älteren ist es entscheidend, das Gehirn fit zu halten und soziale Kontakte zu pflegen."

In Großbritannien leben rund 850.000 Menschen mit Demenz – bis 2025 sollen es über eine Million sein. Etwa 70 Prozent der Bewohner in Pflegeheimen sind von Demenz oder schweren Gedächtnisstörungen betroffen.
Tony Jameson-Allen, Mitgründer von Sporting Memories, das Älteren hilft, Sport-Erinnerungen wiederzubeleben, freut sich: "Toll, dass Prof. Burns und NHS England das Thema aufgreifen. Wir hoffen, Familien nutzen das Turnier, um Rugby-Highlights früherer Weltmeisterschaften zu besprechen."
"Es verbindet Generationen und regt Diskussionen über unvergessliche Momente an. Ideal, um lokale Sporting Memories Clubs zu entdecken – zum Mitmachen oder Ehrenamt."
Caroline Abrahams, Wohltätigkeitsdirektorin bei Age UK: "Viele Rugby-Fans fiebern den Spielen entgegen. Sport bleibt lebenslang wichtig – ob aktiv Rugby spielen oder zusehen, es tut Geist und Körper gut."
Tamsin Fraser, Leiterin gesellschaftliches Engagement bei Alzheimer’s Society: "Erinnerungen sind mächtig. Positive Sportmomente wecken Teile des Gehirns, die Identität stärken. Ob Wilkinson oder Wozniacki – Klassiker beleben alte und schaffen neue Erinnerungen."