Eine aktuelle Studie zeigt: Bei Menschen mit Erdnussallergie erhöhen Schlafmangel und körperliche Bewegung das Risiko für allergische Reaktionen erheblich.
Beide Faktoren senken die Reaktivitätsschwelle – also die minimale Menge an Erdnussprotein, die eine Reaktion auslöst – signifikant. Dies fand das Expertenteam am Addenbrooke’s Hospital in Cambridge heraus.
Die vom Food Standards Agency (FSA) finanzierte Untersuchung wurde im Journal of Allergy and Clinical Immunology publiziert und fließt direkt in die Weiterentwicklung der Lebensmittelkennzeichnung ein, betont die FSA.
Erdnussallergie betrifft etwa 1 von 100 Erwachsenen und 1 von 50 Kindern – sie ist die häufigste Ursache für tödliche anaphylaktische Reaktionen.
Dr. Shelley Dua, leitende Ärztin am Addenbrooke’s Hospital und Registrar an der Cambridge Peanut Allergy Clinic, erklärt: „Vorsichtsetiketten wie ‚Kann Spuren von … enthalten‘ sind derzeit zu vage und wenig hilfreich.
Das liegt daran, dass uns bisher das Wissen über die auslösende Allergenmenge und den Einfluss alltäglicher Faktoren wie Müdigkeit oder Sport fehlte.“
„Diese Studie schafft hier echte Fortschritte und kann die Kennzeichnung von Allergenen verbessern – für ein sichereres Leben von Betroffenen.“
FSA-Vorsitzende Heather Hancock betont: „Wir haben diese wegweisende Forschung initiiert, um die Rolle alltäglicher Einflüsse auf Allergien besser zu verstehen.
Sie könnte die Lebensmittelkennzeichnung revolutionieren und Allergikern mehr Sicherheit bieten.“
„Ein risikofreies Leben ist unmöglich, doch diese Ergebnisse helfen, präzise Etiketten zu schaffen – für mehr Vertrauen in die Ernährung.“