Ein Team US-amerikanischer Wissenschaftler, finanziert von der Bill & Melinda Gates Foundation, hat eine bahnbrechende Verhütungspille entwickelt: Frauen müssen sie nur einmal im Monat einnehmen.
Die Pille wurde erfolgreich an Schweinen getestet. Humanstudien könnten in wenigen Jahren starten, wie in einer Studie in Science Translational Medicine berichtet wird.
Sie widersteht der Magensäure, bleibt wochenlang im Magen und gibt langsam die notwendigen Hormone frei, um eine Schwangerschaft zu verhindern.
Diese Innovation bietet Frauen mehr Flexibilität und mindert die Angst vor vergessenen täglichen Dosen – ein Schlüssel zur Reduzierung ungewollter Schwangerschaften.

Die Pille hat sechs Arme, die gefaltet in eine kleine Kapsel passen. Nach dem Schlucken löst sich die Hülle, die Arme spreizen sich – zu groß für eine schnelle Ausscheidung.
Ameya Kirtane vom Koch-Institut für integrative Krebsforschung betont: „Die Entwicklung einer monatlichen Verhütungspille könnte enorme Auswirkungen auf die globale Gesundheit haben. Die Wirkung oraler Kontrazeptiva auf Gesundheit und Geschlechtergleichstellung lässt sich gar nicht hoch genug einschätzen.“
Bei Schweinen zeigten die Tiere mit der monatlichen Dosis identische Hormonspiegel wie bei täglicher Einnahme – nachweisbar bis 29 Tage.
Das Forschungsteam resümiert: „Therapietreue steigt mit seltenerer Dosierung. Monatliche Pillen verbessern die Adhärenz bei Pillenpräferenten deutlich im Vergleich zu wöchentlichen oder täglichen Varianten.“