Seit der Einführung der Zuckersteuer – einer Abgabe von 18 bis 24 Pence pro Liter im April 2018 – haben britische Getränkehersteller den Zuckergehalt ihrer Produkte spürbar gesenkt. Dies zeigen aktuelle Forschungsergebnisse der University of Oxford.
Die im Fachblatt BMC Medicine veröffentlichte Studie analysierte Nährwertangaben von kohlensäurehaltigen Getränken, Saftgetränken und Energy-Drinks. Kombiniert mit Verkaufsdaten aus den Jahren 2015 bis 2018 ergab sich ein Rückgang der verkauften Zuckermenge um 29 Prozent.
Die Marktführer Coca-Cola und Britvic reduzierten ihren durchschnittlichen Zuckergehalt um 17 bzw. 26 Prozent. Die Flaggschiff-Produkte Coca-Cola und Pepsi blieben jedoch unverändert.
73 Prozent des Effekts resultieren aus Neuformulierungen oder neuen zuckerärmeren Varianten, 27 Prozent aus verändertem Verbraucherverhalten. Leitende Forscherin Dr. Lauren Bandy betonte: „Die Zahlen sind auffällig und ermutigend. Sie belegen, dass gesundheitliche Verbesserungen mit wirtschaftlichem Erfolg vereinbar sind.“
Co-Autorin Prof. Susan Jebb hofft auf Nachahmer in der Branche: „Diese Methode ermöglicht transparente Überwachung und motiviert die Industrie zu schnelleren Schritten für eine gesündere Ernährung.“