- Ähnlich wie herkömmliche Zigaretten verändern E-Zigaretten das orale Mikrobiom nachweislich.
- Zahnfleischerkrankungen und -infektionen treten bei Zigarettenrauchern signifikant häufiger auf (72,5 %) als bei Dampfern (42,5 %) und Nichtrauchern (28,2 %).
- Porphyromonas-Bakterien, die mit schlechter Zahnfleischgesundheit assoziiert werden, mehren sich bei E-Zigaretten-Nutzern stark.
E-Zigaretten beeinflussen die Bakterien im Mund und machen Nutzer anfälliger für Entzündungen und Infektionen, wie Forscher der New York University (NYU) College of Dentistry zeigen.
Unser Mund beherbergt ein vielfältiges Ökosystem aus Bakterien und Mikroorganismen – das orale Mikrobiom.
Frühere Studien belegen: Tabakrauchen erhöht das Risiko für Zahnfleischerkrankungen, indem es das Mikrobiom verändert und schädliche Bakterien begünstigt.
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E-Zigaretten – Geräte, die nikotinhaltigen Dampf erzeugen – gelten als weniger schädlich als Zigaretten, doch Langzeitdaten fehlen weitgehend.
„Das orale Mikrobiom ist entscheidend, da Veränderungen durch Umwelteinflüsse zu Karies, Zahnfleischerkrankungen, Mundgeruch sowie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs beitragen können“, erklärt Dr. Deepak Saxena, Leiter der NYU-Studie.
Die Forscher untersuchten das Mikrobiom von 119 Personen aus drei Gruppen: E-Zigaretten-Nutzer, Raucher und Nichtraucher. Zahnfleischprobleme waren bei Rauchern (72,5 %) am häufigsten, gefolgt von Dampfern (42,5 %) und Nichtrauchern (28,2 %).
Mittels genetischer Sequenzierung profilierte das Team die mikrobiellen Gemeinschaften. Bei Dampfern dominierten Veillonella und Porphyromonas-Bakterien, die mit Zahnfleischschäden korrelieren – Veillonella auch bei Rauchern.
Das veränderte Mikrobiom führte bei Dampfern zu stärkeren Entzündungsreaktionen, messbar an erhöhten Zytokinen.
„Dampfen verändert die Mundumgebung, fördert komplexe mikrobielle Biofilme und erhöht das Risiko für orale Entzündungen und Infektionen“, fasst Dr. Saxena zusammen.