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NHS testet verschluckbare Miniaturkameras zur schnellen Darmkrebs-Diagnose

Tausende NHS-Patienten in England testen eine innovative Kamera in Pillengröße, die sie einfach verschlucken können, um Darmkrebs frühzeitig zu erkennen.

Der NHS-Gesundheitsdienst führt als Pionier Versuche mit Dickdarm-Kapselendoskopien durch – winzige Kameras, so groß wie eine Tablette, die Magen-Darm-Erkrankungen wie Darmkrebs diagnostizieren.

Diese Technologie ermöglicht eine Diagnose innerhalb weniger Stunden, während Patienten ihrem Alltag nachgehen. Invasive Krankenhaus-Endoskopien werden so überflüssig. NHS-Chef Sir Simon Stevens lobt die "genialen" Kameras, die schnelle und sichere Krebschecks für mehr Menschen ermöglichen.

An 11.000 Patienten an 40 Standorten in England werden die Kapselkameras eingesetzt.

Im Gegensatz zu konventionellen Endoskopien, bei denen ein Schlauch über Mund oder Anus eingeführt wird, erlauben die neuen Kameras ein normales Leben während der Untersuchung. Aufgrund von COVID-19-Infektionsschutzmaßnahmen sind traditionelle Endoskopien reduziert; die Kapseltechnik beschleunigt Tests bequem zu Hause.

Die Kamera aufnimmt zwei Bilder pro Sekunde, während sie den Darm durchläuft, und erkennt Erkrankungen wie Darmkrebs oder Morbus Crohn. Die Aufnahmen werden an einen tragbaren Recorder in einer Umhängetasche gesendet. Der Prozess dauert fünf bis acht Stunden.

NHS England berichtet: Im Dezember überstieg die Zahl der Krebsuntersuchungsanmeldungen das Vorjahr. 25.000 Patienten erhielten Krebsbehandlungen. Dennoch warnten Experten vor pandemiebedingter Zurückhaltung bei Symptomen – jeder Betroffene wird dringend aufgefordert, Hilfe zu suchen.

"Nach dem Höhepunkt der COVID-Pandemie treibt der NHS Innovationen voran, um Leistungen für viele Erkrankungen zu verbessern", betonte Sir Simon Stevens, CEO von NHS England. "Deshalb testen wir diese hochentwickelten Kapselkameras für rasche und sichere Krebschecks. Was wie Science-Fiction klingt, ist Realität: Die winzigen Kameras gleiten durch den Körper und scannen zwei Bilder pro Sekunde nach Krebs oder Morbus Crohn."

NHS testet verschluckbare Miniaturkameras zur schnellen Darmkrebs-Diagnose

Professor Peter Johnson, NHS-Krebsdirektor, ergänzt: "Von Spitzentechnologie wie Dickdarmkapseln bis zu COVID-sicheren Hubs und Heim-Chemotherapie – der NHS hat rasch neue Wege für Krebsdiagnose und -behandlung entwickelt, trotz Pandemie."

"Endoskopiedienste laufen weiter; dank NHS-Teams sind Krebsbehandlungen und -überweisungen auf Vorkrisenniveau. Im Dezember wurden über 25.000 Menschen behandelt, mehr als 200.000 meldeten sich zu Checks – 13.000 mehr als 2020."

"Die NHS-Botschaft ist klar: Bei Symptomen zögern Sie nicht – melden Sie sich! Wir sind bereit, Sie zu behandeln."