Fitbit hat eine umfangreiche Studie mit Hunderttausenden Nutzern durchgeführt, um zu prüfen, ob die Herzfrequenz-Tracking-Technologie unerkannte Gesundheitsprobleme aufdecken kann.
Das Fitbit-Team testet insbesondere die Erkennung von Vorhofflimmern (AFib), einer Herzrhythmusstörung, die das Schlaganfallrisiko erhöht.
Die meisten Fitbit-Geräte überwachen die Herzfrequenz rund um die Uhr dank langer Akkulaufzeit und präziser Sensoren. Bisher dienten diese Daten vor allem der Fitness- und Schlafanalyse – nun soll die Langzeitaufzeichnung Einblicke in die Herzgesundheit ermöglichen.
Bestimmte Modelle nutzen Photoplethysmographie (PPG): Diese Technologie leuchtet Licht in die Haut und misst das reflektierte Licht, um Veränderungen im Blutvolumen, -fluss und der Sauerstoffsättigung zu erfassen.
PPG ist weltweit in Kliniken etabliert, etwa als Fingerclips zur Sauerstoffmessung in Notaufnahmen.
Teilnehmer mit Benachrichtigungen zu unregelmäßigem Rhythmus erhalten einen kostenlosen virtuellen Arzttermin in den USA und ggf. ein EKG-Patch per Post zur genauen Abklärung.

Fitbit ist nicht allein: Apple hat mit moderatem Erfolg AFib-Erkennung in Smartwatches getestet.
Der Tech-Riese erforscht zudem, ob Wearables Hinweise auf Krampfanfälle oder Essattacken liefern können.
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Diese Studie ist Teil einer breiteren Fitbit-Initiative, die Technologie und Millionen Nutzer für Früherkennung nutzt.
Anfang des Jahres kooperierte Fitbit mit Scripps Research und Stanford Medicine, um Wearables bei der Erkennung und Eindämmung von Infektionskrankheiten wie COVID-19 einzusetzen.